Verbandsgeschichte

economiesuisse ist der weltweit älteste nationale Dachverband der Privatwirtschaft. Der Verein entstand 1870 als Dachorganisation der bereits bestehenden kantonalen Handelskammern und nahm auch Branchenverbände auf.

2020

economiesuisse feiert das 150-Jahr-Jubiläum. Als Dachverband der Schweizer Unternehmen setzt sich economiesuisse weiterhin für eine freiheitliche und marktwirtschaftliche Ordnung ein.

2016

Die Briten entscheiden sich für den Austritt aus der EU, die seit 1992 andauernde Phase des Alleingangs der Schweiz in Europa neigt sich dem Ende zu. Nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA beginnt ein Handelskrieg zwischen den drei wichtigsten Handelspartnern der Schweiz: USA, EU und China. Die Schweizer Unternehmen stehen erneut einem zunehmenden Protektionismus gegenüber. (Bild: Sputnik, https://sptnkne.ws/kfqF)

Die Briten entscheiden sich für den Austritt aus der EU, die seit 1992 andauernde Phase des Alleingangs der Schweiz in Europa neigt sich dem Ende zu. Nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA beginnt ein Handelskrieg zwischen den drei wichtigsten Handelspartnern der Schweiz: USA, EU und China. Die Schweizer Unternehmen stehen erneut einem zunehmenden Protektionismus gegenüber. (Bild: Sputnik, https://sptnkne.ws/kfqF)

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2014
Monika Rühl
economiesuisse

Direktorin von economiesuisse seit 2014. Nach einem Romanistikstudium an der Universität Zürich trat Monika Rühl in den diplomatischen Dienst ein und arbeitete in Bern, Brüssel und Genf. 1998–2002 war sie Botschaftsrätin bei der UNO in New York, danach Generalsekretärin des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung.

2013
Heinz Karrer
economiesuisse

Präsident von economiesuisse seit 2013. Nach einer kaufmännischen Lehre bei der Schweizerischen Bankgesellschaft und Abschluss der Matura war Heinz Karrer – als Handball-Nationalspieler – zunächst in der Sportartikelbranche tätig. Er war Geschäftsführer des Verbands der Sportartikelfabrikanten, zudem Vorsitzender der Geschäftsleitung und Delegierter des Verwaltungsrats der Intersport Holding. Karrer war 1995–1997 Vorsitzender der Unternehmensleitung der Ringier Schweiz sowie Mitglied der Konzernleitung, 1998–2002 war er Leiter Division Marketing & Sales und Konzernleitungsmitglied der Swisscom sowie 2002–2014 CEO der Axpo Holding.

Präsident von economiesuisse seit 2013. Nach einer kaufmännischen Lehre bei der Schweizerischen Bankgesellschaft und Abschluss der Matura war Heinz Karrer – als Handball-Nationalspieler – zunächst in der Sportartikelbranche tätig. Er war Geschäftsführer des Verbands der Sportartikelfabrikanten, zudem Vorsitzender der Geschäftsleitung und Delegierter des Verwaltungsrats der Intersport Holding. Karrer war 1995–1997 Vorsitzender der Unternehmensleitung der Ringier Schweiz sowie Mitglied der Konzernleitung, 1998–2002 war er Leiter Division Marketing & Sales und Konzernleitungsmitglied der Swisscom sowie 2002–2014 CEO der Axpo Holding.

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Rudolf Minsch
economiesuisse

Direktor ad interim von economiesuisse 2013–2014. Zunächst Primar- und Berufsschullehrer, studierte Rudolf Minsch Ökonomie an der Universität St. Gallen, wo er auch promovierte. Danach war Minsch Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Chur, bis er 2007 als Chefökonom zum Verband stiess.

2012
Foto Rudolf Wehrli
economiesuisse

Präsident von economiesuisse 2012–2013. Wehrli studierte Theologie und Philosophie in Basel und Zürich. Nach der Promotion stieg er beim Beratungsunternehmen McKinsey ein. Danach arbeitete Wehrli als Manager bei der Schweizerischen Kreditanstalt (heute Credit Suisse), der Silent Gliss und bei der Gurit Holding. Er war Vizepräsident und 2012–2018 Präsident des Verwaltungsrats der Clariant.

Foto Pascal Gentinetta
economiesuisse

Direktor von economiesuisse 2007–2013. Nach Wirtschafts- und Jus-Studium sowie Promotion an der Universität St. Gallen arbeitete Gentinetta im Eidgenössischen Finanzdepartement als Ökonom auf die Finanzierung von Infrastrukturgrossprojekten. Er stieg 1999 beim damaligen Vorort ein und leitete, als Mitglied der Geschäftsleitung, ab 2001 die Finanz- und Steuerpolitik von economiesuisse. Seit 2014 Managing Director und Global Head Public Policy bei der Bank Julius Bär.

Direktor von economiesuisse 2007–2013. Nach Wirtschafts- und Jus-Studium sowie Promotion an der Universität St. Gallen arbeitete Gentinetta im Eidgenössischen Finanzdepartement als Ökonom auf die Finanzierung von Infrastrukturgrossprojekten. Er stieg 1999 beim damaligen Vorort ein und leitete, als Mitglied der Geschäftsleitung, ab 2001 die Finanz- und Steuerpolitik von economiesuisse. Seit 2014 Managing Director und Global Head Public Policy bei der Bank Julius Bär.

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2008

Die Annahme der Unternehmenssteuerreform II durch das Volk bringt Verbesserungen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). Die Rahmenbedingungen für KMU sind ein zentrales Thema des Verbands, seit der Vorort 1974 das Brevier für Klein- und Mittelunternehmen publiziert hat. In den 1960er- bis in die 1980er-Jahre erfolgt ein steiler Anstieg der Anzahl Aktiengesellschaften. Heute bilden KMU mehr als 99 Prozent der Unternehmen in der Schweiz und stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze im Inland. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, wf Abstimmungsplakate 262)

Die Annahme der Unternehmenssteuerreform II durch das Volk bringt Verbesserungen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). Die Rahmenbedingungen für KMU sind ein zentrales Thema des Verbands, seit der Vorort 1974 das Brevier für Klein- und Mittelunternehmen publiziert hat. In den 1960er- bis in die 1980er-Jahre erfolgt ein steiler Anstieg der Anzahl Aktiengesellschaften. Heute bilden KMU mehr als 99 Prozent der Unternehmen in der Schweiz und stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze im Inland. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, wf Abstimmungsplakate 262)

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2007
Foto Gerold Bührer
economiesuisse

Präsident von economiesuisse 2007–2012. Nach einem Nationalökonomiestudium arbeitete Gerold Bührer als Finanzchef bei Georg Fischer, wo er 2000–2019 im Verwaltungsrat sass. Bis 2018 Vizepräsident des Verwaltungsrats der Swisslife. 1991–2007 FDP-Nationalrat für den Kanton Schaffhausen.

2002
Ueli Forster Foto
economiesuisse

Präsident von economiesuisse 2002–2007. Nach Studium an der HSG St. Gallen trat Forster 1964 in das väterliche Textilunternehmen Forster Rohner AG ein, dessen Verwaltungsrat er bis 2010 präsidierte. Forster war Mitglied des Kaufmännischen Directoriums St. Gallen, Mitgründer und Präsident der daraus hervorgegangenen Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell, ab 1990 Mitglied des Vororts und ab 2000 Vizepräsident von economiesuisse. Daneben wirkte er in verschiedenen Verwaltungsräten, unter anderem als Vizepräsident der Helvetia Versicherungen von 1990 bis 2008.

Präsident von economiesuisse 2002–2007. Nach Studium an der HSG St. Gallen trat Forster 1964 in das väterliche Textilunternehmen Forster Rohner AG ein, dessen Verwaltungsrat er bis 2010 präsidierte. Forster war Mitglied des Kaufmännischen Directoriums St. Gallen, Mitgründer und Präsident der daraus hervorgegangenen Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell, ab 1990 Mitglied des Vororts und ab 2000 Vizepräsident von economiesuisse. Daneben wirkte er in verschiedenen Verwaltungsräten, unter anderem als Vizepräsident der Helvetia Versicherungen von 1990 bis 2008.

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2000

Fusion des Vororts und der Wirtschaftsförderung zu economiesuisse. Der neue Verband der Schweizer Unternehmen wird am 15. September 2000 in Lausanne feierlich aus der Taufe gehoben. Eine Gruppe Schweizer Unternehmer gründet im selben Jahr die Denkfabrik Avenir Suisse. (Bild: Die neue Führung des Verbands, Vizepräsident Charles Pictet, Direktorin Romandie Chantal Balet, Präsident Andreas F. Leuenberger, Direktor Rudolf Ramsauer, Keystone)

Fusion des Vororts und der Wirtschaftsförderung zu economiesuisse. Der neue Verband der Schweizer Unternehmen wird am 15. September 2000 in Lausanne feierlich aus der Taufe gehoben. Eine Gruppe Schweizer Unternehmer gründet im selben Jahr die Denkfabrik Avenir Suisse. (Bild: Die neue Führung des Verbands, Vizepräsident Charles Pictet, Direktorin Romandie Chantal Balet, Präsident Andreas F. Leuenberger, Direktor Rudolf Ramsauer, Keystone)

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1999

In der neuen Bundesverfassung von 1999 wird unter Artikel 147 das Vernehmlassungsverfahren und damit die Rolle der Verbände im Schweizer Staat wiederum festgeschrieben.

1998
Foto Rudolf Ramsauer
Vorort, danach economiesuisse

Direktor des Vororts, danach von economiesuisse 1998–2007. Nach Studien in Bern und am Institut de Hautes Etudes Internationales in Genf arbeitete Rudolf Ramsauer bei der Schweizerischen Volksbank. Danach war er während 17 Jahren für den Bund tätig, so unter anderem im Bundesamt für Aussenwirtschaft, auf der Schweizerischen Botschaft in Washington D.C., in den multilateralen Handelsverhandlungen im Rahmen des GATT (heute WTO), als Vizedirektor im Bundesamt für Aussenwirtschaft sowie als Botschafter und Delegierter des Bundesrats für Handelsverträge. 2007–2016 leitete er die weltweite Unternehmenskommunikation von Nestlé.

Direktor des Vororts, danach von economiesuisse 1998–2007. Nach Studien in Bern und am Institut de Hautes Etudes Internationales in Genf arbeitete Rudolf Ramsauer bei der Schweizerischen Volksbank. Danach war er während 17 Jahren für den Bund tätig, so unter anderem im Bundesamt für Aussenwirtschaft, auf der Schweizerischen Botschaft in Washington D.C., in den multilateralen Handelsverhandlungen im Rahmen des GATT (heute WTO), als Vizedirektor im Bundesamt für Aussenwirtschaft sowie als Botschafter und Delegierter des Bundesrats für Handelsverträge. 2007–2016 leitete er die weltweite Unternehmenskommunikation von Nestlé.

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1997
Foto Heini Lippuner
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1997 bis zur Fusion mit dem Vorort zu economiesuisse im Jahr 2000. Heini Lippuner war 1988–1996 CEO der Ciba-Geigy. Er hatte Verwaltungsratsmandate verschiedener grosser Schweizer Unternehmen inne, darunter der Novartis AG sowie der Winterthur Versicherung, wo er als Vizepräsident agierte.

1994
Foto Andreas F. Leuenberger
Vorort, danach economiesuisse

Ab 1994 Präsident des Vororts und nach der Fusion im Jahr 2000 erster Präsident von economiesuisse bis 2001. Andreas F. Leuenberger studierte Ökonomie in Basel und St. Gallen und promovierte an der Universität Neuenburg. Er war COO und zugleich Vizeverwaltungsratspräsident der Roche. Er gehörte den Verwaltungsräten mehrerer grosser Schweizer Unternehmen an, darunter denjenigen der Swisslife als Präsident und Givaudan als Vizepräsident. Zudem war er ab 1987 Vorstandsmitglied der Wirtschaftsförderung. In seiner Amtszeit als Vorortspräsident fällt der Umzug in das Haus der Wirtschaft an der Hegibachstrasse 47 in Zürich sowie die Fusion von Wirtschaftsförderung und Vorort zu economiesuisse.

Ab 1994 Präsident des Vororts und nach der Fusion im Jahr 2000 erster Präsident von economiesuisse bis 2001. Andreas F. Leuenberger studierte Ökonomie in Basel und St. Gallen und promovierte an der Universität Neuenburg. Er war COO und zugleich Vizeverwaltungsratspräsident der Roche. Er gehörte den Verwaltungsräten mehrerer grosser Schweizer Unternehmen an, darunter denjenigen der Swisslife als Präsident und Givaudan als Vizepräsident. Zudem war er ab 1987 Vorstandsmitglied der Wirtschaftsförderung. In seiner Amtszeit als Vorortspräsident fällt der Umzug in das Haus der Wirtschaft an der Hegibachstrasse 47 in Zürich sowie die Fusion von Wirtschaftsförderung und Vorort zu economiesuisse.

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1992

Die EG-Staaten unterzeichnen im Februar 1992 den Vertrag von Maastricht zur Schaffung der EU sowie einer gemeinsamen Währung. Die EFTA-Staaten (darunter die Schweiz) unterzeichnen im Mai den EWR-Vertrag mit der EG. Ebenfalls im Mai beschliesst das Schweizervolk den Beitritt zu IWF und Weltbank. Im Oktober nimmt das eidgenössische Parlament den EWR-Vertrag an, im November entscheiden sich die Sektionen des Vororts für die Ja-Parole zum EWR-Beitritt. Sämtliche EFTA-Staaten, darunter auch die Schweiz, stellen EG-Beitrittsgesuche. Am 6. Dezember lehnt das Volk den Beitritt der Schweiz zum EWR in der Referendumsabstimmung knapp ab. (Bild: SVP-Bundesrat Adolf Ogi unterzeichnet in Porto den EWR-Vertrag, Keystone)

Die EG-Staaten unterzeichnen im Februar 1992 den Vertrag von Maastricht zur Schaffung der EU sowie einer gemeinsamen Währung. Die EFTA-Staaten (darunter die Schweiz) unterzeichnen im Mai den EWR-Vertrag mit der EG. Ebenfalls im Mai beschliesst das Schweizervolk den Beitritt zu IWF und Weltbank. Im Oktober nimmt das eidgenössische Parlament den EWR-Vertrag an, im November entscheiden sich die Sektionen des Vororts für die Ja-Parole zum EWR-Beitritt. Sämtliche EFTA-Staaten, darunter auch die Schweiz, stellen EG-Beitrittsgesuche. Am 6. Dezember lehnt das Volk den Beitritt der Schweiz zum EWR in der Referendumsabstimmung knapp ab. (Bild: SVP-Bundesrat Adolf Ogi unterzeichnet in Porto den EWR-Vertrag, Keystone)

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1991
Porträtfoto Hans K. Jucker
(1927 - 2018)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1991–1997. Jucker promovierte an der ETH Zürich. Er war CEO und Verwaltungsratspräsident der Alusuisse sowie Verwaltungsrat der UBS.

1990
Foto von Mattias Kummer
Wirtschaftsförderung

Direktor der Wirtschaftsförderung von 1990-2000. Kummer ist Bernischer Fürsprecher, war zunächst Sekretär der Justizdirektion des Kantons Bern und ab 1978 Sekretär des Vororts. Danach war er einige Jahre Leiter Corporate Public Affairs der Zurich-Gruppe. Vor der Fusion von Wirtschaftsförderung und Vorort verliess Kummer den Verband, um ein auf Finanzplatzfragen spezialisiertes Beratungsunternehmen zu gründen.

Direktor der Wirtschaftsförderung von 1990-2000. Kummer ist Bernischer Fürsprecher, war zunächst Sekretär der Justizdirektion des Kantons Bern und ab 1978 Sekretär des Vororts. Danach war er einige Jahre Leiter Corporate Public Affairs der Zurich-Gruppe. Vor der Fusion von Wirtschaftsförderung und Vorort verliess Kummer den Verband, um ein auf Finanzplatzfragen spezialisiertes Beratungsunternehmen zu gründen.

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1989
(1925 - 1992)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1989–1990. André Reymond war Direktor der Ateliers Charmilles in Genf (heute Georg Fischer) sowie Vizepräsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands und Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbands der Schweizer Maschinenindustrie (heute Swissmem).

1987
Porträtfoto Pierre Borgeaud
(1934 - 2019)
Vorort

Präsident des Vororts 1987–1993. Pierre Borgeaud wuchs in Winterthur auf und war bei der Firma Sulzer tätig.

HLS-Biografie Pierre Borgeaud
Foto Kurt Moser
(*1936)
Vorort

Direktor des Vororts 1987–1998. Kurt Moser wirkte in verschiedenen Funktionen für die Ciba-Geigy, unter anderem als Generalsekretär, und verbrachte mehrjährige Geschäftsaufenthalte in Singapur und Hongkong. Verwaltungsrat der PTT.

Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1987–1989. Hans von Werra promovierte an der ETH Zürich und arbeitete in der Leitung verschiedener Schweizer Unternehmen.

1986

Beginn der Uruguay-Runde, die das General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) in die World Trade Organization (WTO) überführen soll. Der Vorort begleitet die Schweizer Unternehmen beim Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und vertritt die Globalisierung gegenüber der Bevölkerung. Als Gesicht der multinationalen Konzerne mit Sitz in der Schweiz wird der Vorort zur Zielscheibe der linken, rechten und grünen Globalisierungsgegner. (Bild: Schweizerisches Sozialarchiv, F 5030 Fb 0525)

Beginn der Uruguay-Runde, die das General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) in die World Trade Organization (WTO) überführen soll. Der Vorort begleitet die Schweizer Unternehmen beim Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und vertritt die Globalisierung gegenüber der Bevölkerung. Als Gesicht der multinationalen Konzerne mit Sitz in der Schweiz wird der Vorort zur Zielscheibe der linken, rechten und grünen Globalisierungsgegner. (Bild: Schweizerisches Sozialarchiv, F 5030 Fb 0525)

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1976
Foto Louis von Planta
(1917 - 2003)
Vorort

Präsident des Vororts 1976–1987. Louis von Planta wuchs in Basel auf. Als Verwaltungsrat der Chemiefirma Geigy bereitete er sowohl die Fusion zur Ciba-Geigy wie auch die spätere Fusion mit der Firma Sandoz zu Novartis vor.

HLS-Biografie Louis von Planta
1973

Der Vorort erstellt ein «Informationskonzept» und beauftragt den Mitarbeiter Kurt Wild mit PR. Nach über einem Jahrhundert seines Bestehens tritt der Verband nun offiziell an die Öffentlichkeit. Dies in enger Zusammenarbeit zwischen Vorortsdirektor Gerhard Winterberger und dem Direktor der Wirtschaftsförderung, Richard Reich. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort, 1.8.1.1.)

1972

Vorortsdirektor Gerhard Winterberger ist massgeblich an der Ausarbeitung des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft beteiligt. (Bild: Unterzeichnung des Vertrages mit der EG, Archiv für Zeitgeschichte, NL Paul Jolles, 2247)

1971
Foto Richard Reich
(1927 - 1991)
Wirtschaftsförderung

Direktor der Wirtschaftsförderung 1971–1990. Richard Reich war Redaktor bei der «Neuen Zürcher Zeitung», danach bei den Schweizer Monatsheften, die er ab 1982 auch präsidierte.

HLS-Biografie Richard Reich
Bild E: Fritz Hoffmann
(1925 - 2009)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1971–1987. Dr. iur., Verwaltungsratspräsident der Micro-Electric AG, der Diners Club Suisse SA, der Gips-Union AG, Präsident der Bank CA St. Gallen (heute Acrevis Bank). Verwaltungsrat der Holderbank-Holcim, Verwaltungsratspräsident der Berner Kantonalbank.

1970

Der Vorort feiert sein 100-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass verfasst Vorortssekretär Bernhard Wehrli eine Jubiläumsschrift: Aus der Geschichte des Schweizerischen Handels- und Industrie-Vereins,1870–1970  (Zürich: Rentsch, 1970).

Bild Gerhard Winterberger
Vorort

Direktor, später geschäftsführendes Präsidialmitglied des Vororts 1970–1987.

HLS-Biografie Gerhard Winterberger
Foto Etienne Junod
(1914 - 2012)
Vorort

Präsident des Vororts 1970–1976. Der Genfer Etienne Junod war Direktor bei der Basler Chemiefirma Hoffmann-La Roche.

HLS-Biografie Etienne Junod
1966
(1904 - 1995)
Vorort

Direktor des Vororts 1966–1970. Studium und Promotion in Nationalökonomie, Tätigkeit in der Privatwirtschaft, danach bei der Eidgenössischen Preiskontrollstelle. 1937 Eintritt ins Vorortsbüro, 1939–1966 erster Sekretär unter Direktor Heinrich Homberger.

Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1966–1971. Verwaltungsrat des Schweizerischen Bankvereins sowie Vizepräsident des Verwaltungsrats der Globus AG, Vizepräsident der Färberei Weidmann AG in Thalwil.

1964
Vorort

Präsident des Vororts 1964–1970. Hans Robert Schwarzenbach leitete das familieneigene Textilunternehmen in Zürich.

HLS-Biografie Hans Robert Schwarzenbach
1963
Foto Max Schmidheiny
(1908 - 1991)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1963–1966. Inhaber der Zementfabrik Holderbank.

HLS-Biografie Max Schmidheiny
1960

Nach der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) 1957 gründen die «äusseren sieben»  Grossbritannien, Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Portugal und die Schweiz die European Free Trade Association (EFTA). Die Sektionen des Vororts sprechen sich für den Beitritt der Schweiz zur EFTA aus. Der Vorortsdirektor gehört jeweils dem Konsultativausschuss der EFTA an. (Bild: Hier und Jetzt Verlag)

Nach der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) 1957 gründen die «äusseren sieben»  Grossbritannien, Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Portugal und die Schweiz die European Free Trade Association (EFTA). Die Sektionen des Vororts sprechen sich für den Beitritt der Schweiz zur EFTA aus. Der Vorortsdirektor gehört jeweils dem Konsultativausschuss der EFTA an. (Bild: Hier und Jetzt Verlag)

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1957

Westeuropa ist in zwei Wirtschaftsblöcke gespalten. Die «inneren sechs» Frankreich, Deutschland, Italien sowie Belgien, Luxemburg und die Niederlande bilden 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die Schweiz gehört mit Grossbritannien, Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark und Portugal zum Block der «äusseren sieben», die mit der EWG über den Zugang zu deren Markt verhandeln. (Bild: Unterzeichnung Römische Verträge zur Schaffung der EWG, Keystone)

Westeuropa ist in zwei Wirtschaftsblöcke gespalten. Die «inneren sechs» Frankreich, Deutschland, Italien sowie Belgien, Luxemburg und die Niederlande bilden 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die Schweiz gehört mit Grossbritannien, Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark und Portugal zum Block der «äusseren sieben», die mit der EWG über den Zugang zu deren Markt verhandeln. (Bild: Unterzeichnung Römische Verträge zur Schaffung der EWG, Keystone)

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1955
(1910 - 1972)
Wirtschaftsförderung

Direktor der Wirtschaftsförderung 1955–1970. Der liberale Genfer Politiker Raymond Deonna leitete bereits ab 1943 die Westschweizer Sektion der Wirtschaftsförderung.

HLS-Biografie Raymond Deonna
1951
Bild Carl Köchlin
(1889 - 1969)
Vorort

Präsident des Vororts 1951–1964. Der Basler Carl Koechlin war im Chemiekonzern Geigy AG tätig.

HLS-Biografie Carl Koechlin
1948
Bild Georg Fischer
(1890 - 1966)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1948–1963. Der Schaffhauser Georg Fischer baute die Maag AG in Zürich zu einem internationalen Industriekonzern aus. (Bild: Konzernarchiv Georg Fischer AG, Schaffhausen)

HLS-Biografie Georg Fischer
1947

Mit der Annahme der Wirtschaftsartikel wird das bereits de facto praktizierte Vernehmlassungsverfahren bzw. die Anhörung der Spitzenverbände de iure in der Bundesverfassung festgeschrieben. (Bild: Plakat von Donald Brun, Roland Kupper, Basel)

1946
Bild Ernst Speiser
(1889 - 1962)
Wirtschaftsförderung

Präsident der Wirtschaftsförderung 1946–1948. Der Basler Ernst Speiser arbeitete als Direktor bei der BBC in Baden.

HLS-Biografie Ernst Speiser
1945

Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Der Vorort begeht das 75-Jahr-Jubiläum des Verbands. Präsident Hans Sulzer hält vor den Delegierten eine Rede zu den Aufgaben des Vororts in der Nachkriegszeit. Er ruft die Schweizer Unternehmer auf, anstatt zu feiern mit harter Arbeit und sozialem Verantwortungsbewusstsein als Beispiel voranzugehen: «Schlagen wir unsere Hemdsärmel zurück und machen wir uns an die Arbeit.» (Bild: Feier zu Kriegsende in Lausanne, Keystone)

Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Der Vorort begeht das 75-Jahr-Jubiläum des Verbands. Präsident Hans Sulzer hält vor den Delegierten eine Rede zu den Aufgaben des Vororts in der Nachkriegszeit. Er ruft die Schweizer Unternehmer auf, anstatt zu feiern mit harter Arbeit und sozialem Verantwortungsbewusstsein als Beispiel voranzugehen: «Schlagen wir unsere Hemdsärmel zurück und machen wir uns an die Arbeit.» (Bild: Feier zu Kriegsende in Lausanne, Keystone)

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1943

Vorortspräsident Hans Sulzer verhandelt in London mit den Alliierten, kann aber nicht verhindern, dass sie im Oktober 1943 eine Reihe Schweizer Unternehmen auf die Schwarze Liste setzen, darunter auch die Firma Sulzer. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, NL Hans Sulzer, 11.1)

1942

Eine Gruppe Unternehmer gründet am 20. November 1942 die Gesellschaft zur Förderung der Schweizerischen Wirtschaft, die per 1. März 1943 den Betrieb aufnimmt. Der Verein ersetzt den Aktionsausschuss der Wirtschaftsorganisationen, der sich 1935 gebildet hatte und seither sporadisch zusammentraf. Der Verein führt bis zur Fusion mit dem Vorort zu economiesuisse im Jahr 2000 Geschäftsstellen in Zürich, Genf, Bern und Lugano und publiziert die Zeitschrift «Wirtschaftspolitische Mitteilungen». (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, wf Abstimmungsplakate)

Eine Gruppe Unternehmer gründet am 20. November 1942 die Gesellschaft zur Förderung der Schweizerischen Wirtschaft, die per 1. März 1943 den Betrieb aufnimmt. Der Verein ersetzt den Aktionsausschuss der Wirtschaftsorganisationen, der sich 1935 gebildet hatte und seither sporadisch zusammentraf. Der Verein führt bis zur Fusion mit dem Vorort zu economiesuisse im Jahr 2000 Geschäftsstellen in Zürich, Genf, Bern und Lugano und publiziert die Zeitschrift «Wirtschaftspolitische Mitteilungen». (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, wf Abstimmungsplakate)

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Bild Julius Bührer
(1890 - 1946)
Wirtschaftsförderung

Gründer und erster Präsident der Wirtschaftsförderung. Der Schaffhauser war Direktor bei der Firma Georg Fischer sowie Ständerat. (Bild: Konzernarchiv der Georg Fischer AG, Schaffhausen)

HLS-Biografie Julius Bührer
Bild Hermann Büchi
(1888 - 1959)
Wirtschaftsförderung

Direktor der Wirtschaftsförderung 1943–1955. Der Solothurner Hermann Büchi war Redaktor der «Basler Nachrichten», die während des Zweiten Weltkriegs für ihre liberale Berichterstattung bekannt waren.

HLS-Biografie Hermann Büchi
1939

Vorortsvizepräsident Ernst Wetter wird Bundesrat und übernimmt das Finanzdepartement. Der Vorort, der bisher vom Vizepräsidenten operativ geführt wurde, setzt erstmals einen vollamtlichen Direktor ein: Heinrich Homberger, der während 26 Jahren – bis 1965 – im Amt bleibt. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort 1.8.2.3.)

Bild Heinrich Homberger
(1896 - 1985)
Vorort

Direktor des Vororts 1939–1965. Heinrich Homberger trat 1922 als Sekretär in den Verband ein und wurde 1939 der erste Direktor.

HLS-Biografie Heinrich Homberger
1935
Bild Hans Sulzer
(1876 - 1959)
Vorort

Präsident des Vororts 1935–1951. Hans Sulzer war Verwaltungsratspräsident der Gebr. Sulzer AG. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs war er zudem Gesandter des Bundesrats im Ministerrang und an Verhandlungen in Washington, London und Berlin beteiligt. Sulzer initiierte das Schweizerische Institut für Auslandforschung in Zürich und gehörte der Mont Pèlerin Society an.

Präsident des Vororts 1935–1951. Hans Sulzer war Verwaltungsratspräsident der Gebr. Sulzer AG. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs war er zudem Gesandter des Bundesrats im Ministerrang und an Verhandlungen in Washington, London und Berlin beteiligt. Sulzer initiierte das Schweizerische Institut für Auslandforschung in Zürich und gehörte der Mont Pèlerin Society an.

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1931

Nach dem Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems handelt Vorortssekretär Otto Hulftegger den ersten Clearing-Vertrag der Welt zwischen der Schweiz und Österreich-Ungarn aus. (Bild: Bankenkrise 1931, Getty Images)

1927

Gründung der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung (Osec, heute Switzerland Global Enterprise). Erster Präsident ist der geschäftsführende Vizepräsident des Vororts Ernst Wetter. Im zunehmend protektionistischen Umfeld unterstützt der Vorort die Bemühungen des Völkerbunds – dem die Schweiz angehört – zum Abbau von Handelshemmnissen. Der Vorort bittet den Bundesrat, die Empfehlungen der Handelskonferenz des Völkerbunds umzusetzen. (Bild: Plakat von Emil Cardinaux, Schweizerische Nationalbibliothek)

Gründung der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung (Osec, heute Switzerland Global Enterprise). Erster Präsident ist der geschäftsführende Vizepräsident des Vororts Ernst Wetter. Im zunehmend protektionistischen Umfeld unterstützt der Vorort die Bemühungen des Völkerbunds – dem die Schweiz angehört – zum Abbau von Handelshemmnissen. Der Vorort bittet den Bundesrat, die Empfehlungen der Handelskonferenz des Völkerbunds umzusetzen. (Bild: Plakat von Emil Cardinaux, Schweizerische Nationalbibliothek)

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1924
(1859 - 1939)
Vorort

Präsident des Vororts 1924–1934. John Syz wurde in New York geboren und wuchs in Zürich auf. Er arbeitete als Kaufmann in Paris, London und den USA und betrieb danach eine Weberei in Dietikon.

HLS-Biografie John Syz
Foto Ernst Wetter
(1877 - 1963)
Vorort

Geschäftsführender Vizepräsident des Vororts 1924–1939. Ernst Wetter verfolgte an der Universität Zürich eine akademische Laufbahn in Nationalökonomie bis zur Habilitation. Danach war er kurz Direktor der Handelsabteilung beim Bund, bis er 1924 zum Vorort stiess. 1939 wurde er in den Bundesrat gewählt.

HLS-Biografie Ernst Wetter
1920

Der Vorort feiert sein 50-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass verfasst Sekretär Otto Hulftegger erstmals eine Jubiläumsschrift: Der Schweizerische Handels- und Industrieverein, 1870–1882  (Zürich, 1920).

1919

Nach dem Landesstreik 1918 werden ein Jahr danach die ersten eidgenössischen Parlamentswahlen im Proporzsystem durchgeführt. Die Sozialdemokraten sowie die Vertreter der Bauern- und Gewerbeparteien gewinnen Sitze. Damit verliert der Vorort die freisinnige Mehrheit im Nationalrat. (Bild: Generalstreik in Zürich 1918, Adolf Moser, Sammlung Fotostiftung Schweiz)

1917
Bild Afred Frey
(1859 - 1924)
Vorort

Präsident des Vororts 1917–1924. Alfred Frey war der erste vollamtlich für den Vorort tätige Verbandsfunktionär. Er studierte und promovierte in Recht und Wirtschaft an der Universität Zürich. 1882 trat er als Sekretär in den Verband ein. Ab 1900 führte er als Vizepräsident die Geschäfte.

HLS-Biografie Alfred Frey
1907

Der Vorort setzt sich für die Unabhängigkeit der Schweizerischen Nationalbank ein, die 1907 gegründet wird. (Bild: Universitätsbibliothek Basel)

1900
Foto Hans Wunderly-von Muralt
Vorort

Präsident des Vororts 1900–1917. Der Zürcher Kaufmann Hans Wunderly-von Muralt leitete den grössten Schweizer Spinnereikonzern Wunderly, Zollinger & Co. und gehörte dem Nationalrat an.

HLS-Biografie Hans Wunderly-von Muralt
1897

Die Spitzenverbände im Bundesstaat sind mit der Gründung des Schweizerischen Bauernverbands 1897 komplett. Nebst dem Gewerbeverein (1879, heute Schweizerischer Gewerbeverband) und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (1881) kam nach der Wende zum 20. Jahrhundert der Schweizerische Arbeitgeberverband dazu. Ab 1932 bis ins 21. Jahrhundert trafen sich die Geschäftsführer dieser Spitzenverbände in der sogenannten Ständigen Wirtschaftsdelegation mit dem Staatssekretär des Bundesamts für Aussenwirtschaft. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort 1.8.2.3.17)

Die Spitzenverbände im Bundesstaat sind mit der Gründung des Schweizerischen Bauernverbands 1897 komplett. Nebst dem Gewerbeverein (1879, heute Schweizerischer Gewerbeverband) und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (1881) kam nach der Wende zum 20. Jahrhundert der Schweizerische Arbeitgeberverband dazu. Ab 1932 bis ins 21. Jahrhundert trafen sich die Geschäftsführer dieser Spitzenverbände in der sogenannten Ständigen Wirtschaftsdelegation mit dem Staatssekretär des Bundesamts für Aussenwirtschaft. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort 1.8.2.3.17)

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1882

Ende der Rotation des Vororts, Zürich wird zum «ständigen» Vorort. 1931 wird der Geschäftssitz in Zürich festgelegt, wo er sich noch heute befindet. Die kantonalen Handelskammern schliessen sich zur Schweizerische Handelskammer (SHK) zusammen, eine Kammer übernimmt jeweils den Vorsitz. (Bild: Getty Images)

Bild Cramer-Frey
(1834 - 1900)
Vorort

Präsident des Vororts 1882–1890. Der Zürcher Kaufmann Conrad Cramer-Frey arbeitete mehrere Jahre in Brasilien. Zurück in der Schweiz sass er im Nationalrat und präsidierte die Kaufmännische Gesellschaft Zürich (heute Handelskammer).

HLS-Biografie Conrad Cramer-Frey
1880

Der Schweizerische Spinnerei-Verein tritt als erster Branchenverband dem Vorort bei. Somit war die Textilindustrie als innovativer und volkswirtschaftlich bedeutsamer Industriezweig des 19. Jahrhunderts im Verband vertreten. (Bild: Spinnerei im Hard, Winterthurer Bibliotheken, Sammlung Winterthur)

Bild Ernest Pictet
(1829 - 1909)
Vorort

Präsident des Vororts 1880–1882. Der Genfer Bankier gründete 1865 die Handelskammer Genf und war an der Gründung des Vororts 1870 mitbeteiligt. (Bild: Fondation des archives de la famille Pictet)

HLS-Biografie Ernest Pictet
1878

Der Vorort stellt mit Arnold Eichmann einen Sekretär ein und beschäftigt somit einen ersten Angestellten. Da jedoch beim Vorort die Verlängerung seines Arbeitsvertrags vergessen geht, wechselt Eichmann zum Bund. Dort steigt er vom Sekretär des eidgenössischen Handelsbüros zum Direktor der Handelsabteilung auf. (Bild: Bundeshaus West, Burgerbibliothek Bern)

Der Vorort stellt mit Arnold Eichmann einen Sekretär ein und beschäftigt somit einen ersten Angestellten. Da jedoch beim Vorort die Verlängerung seines Arbeitsvertrags vergessen geht, wechselt Eichmann zum Bund. Dort steigt er vom Sekretär des eidgenössischen Handelsbüros zum Direktor der Handelsabteilung auf. (Bild: Bundeshaus West, Burgerbibliothek Bern)

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(1827 - 1893)
Vorort

Präsident des Vororts 1878–1880. Teilhaber der Seidenzwirnerei Gebr. Bürkli in Zürich.

HLS-Biografie Konrad Bürkli
1876
HLS Bild Koechlin
(1821 - 1893)
Vorort

Präsident des Vororts 1876–1878. Der Basler Seidenbandfabrikant und Bankier gehörte zu den Gründern des Basler Handels- und Industrievereins. 1879 war er Bevollmächtigter des Bundes beim Abschluss des Handelsvertrags mit Italien.

HLS-Biografie Alphons Koechlin
1874
Foto Gonzenbach
Vorort

Präsident des Vororts 1874–1876. Carl Emil Viktor von Gonzenbach war Teilhaber der St. Galler Textilfirma Gebr. Gonzenbach. Nach Aufenthalten in Italien und im Nahen Osten präsidierte er das Kaufmännische Directorium St. Gallen. Mit Peter Jenny war er massgeblich an der Gründung des Vororts beteiligt.

HLS-Biografie Carl Emil Viktor von Gonzenbach
1872
Bild Leonhard Steiner
(1836 - 1920)
Vorort

Präsident des Vororts 1872–1874. Leonhard Steiner musste die väterliche Seidenindustrie übernehmen. Er war Präsident des Börsenvereins Zürich und präsidierte die Kaufmännische Gesellschaft Zürich (heute Zürcher Handelskammer). Nach schweren finanziellen Verlusten und Geschäftsaufgabe arbeitete Steiner erfolgreich als Maler und Schriftsteller.

HLS-Biografie Leonhard Steiner
1870

Gründung des Schweizerischen Handels- und Industrievereins (SHIV) am 12. März in Bern. Gemäss den ersten Statuten übernimmt jeweils im Jahresturnus eine kantonale Handelskammer den Vorort. Der Name Vorort bürgert sich nun für den Dachverband der Schweizer Unternehmen ein. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort 1.1.1.1.)

Gründung des Schweizerischen Handels- und Industrievereins (SHIV) am 12. März in Bern. Gemäss den ersten Statuten übernimmt jeweils im Jahresturnus eine kantonale Handelskammer den Vorort. Der Name Vorort bürgert sich nun für den Dachverband der Schweizer Unternehmen ein. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort 1.1.1.1.)

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(1831 - 1883)
Vorort

Präsident des Vororts 1870–1872. Alfred Ernst war Teilhaber des Berner Bankhauses von Wattenwyl Ernst und Cie., das später in der Berner Handelsbank aufging. 1869–1875 präsidierte er den kantonalen bernischen Verein für Handel und Industrie, der als Erstes den Vorort des neu gegründeten Schweizerischen Handels- und Industrievereins übernahm. Daher übernahm Ernst das erste Präsidium des Verbands. 1875 wurde er Direktor der Tessiner Kantonalbank in Bellinzona.

Präsident des Vororts 1870–1872. Alfred Ernst war Teilhaber des Berner Bankhauses von Wattenwyl Ernst und Cie., das später in der Berner Handelsbank aufging. 1869–1875 präsidierte er den kantonalen bernischen Verein für Handel und Industrie, der als Erstes den Vorort des neu gegründeten Schweizerischen Handels- und Industrievereins übernahm. Daher übernahm Ernst das erste Präsidium des Verbands. 1875 wurde er Direktor der Tessiner Kantonalbank in Bellinzona.

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1869
Bild letterhead Jenny
(1824 - 1879)
Vorort

Initiator des Schweizerischen Handels- und Industrievereins (Vorort). Als Präsident der Handels-Commission Glarus schrieb er 1869 verschiedene kantonale Handelskammern an, inwiefern sie Interesse an der Gründung eines nationalen Handels- und Industrievereines hätten. Der Bauernsohn absolvierte eine kaufmännische Lehre in Italien und arbeitete zunächst für eine deutsche Firma in Singapur. Danach eröffnete er eine eigene Firma in Manila auf den Philippinen und amtete dort als Schweizer Konsul. In der Schweiz führte er mit seiner Schwiegerfamilie die Textildruckerei und die global tätige Handelsgesellschaft Blumer & Jenny mit Sitz im glarnerischen Schwanden. Im heute denkmalgeschützten sogenannten Hänggiturm der Textildruckerei befindet sich im 21. Jahrhundert das Glarner Wirtschaftsarchiv. Dort wurden früher die mit Farbe bedruckten Stoffe in langen Bahnen zum Trocknen aufgehängt. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort, 1.1.1.1.)

Initiator des Schweizerischen Handels- und Industrievereins (Vorort). Als Präsident der Handels-Commission Glarus schrieb er 1869 verschiedene kantonale Handelskammern an, inwiefern sie Interesse an der Gründung eines nationalen Handels- und Industrievereines hätten. Der Bauernsohn absolvierte eine kaufmännische Lehre in Italien und arbeitete zunächst für eine deutsche Firma in Singapur. Danach eröffnete er eine eigene Firma in Manila auf den Philippinen und amtete dort als Schweizer Konsul. In der Schweiz führte er mit seiner Schwiegerfamilie die Textildruckerei und die global tätige Handelsgesellschaft Blumer & Jenny mit Sitz im glarnerischen Schwanden. Im heute denkmalgeschützten sogenannten Hänggiturm der Textildruckerei befindet sich im 21. Jahrhundert das Glarner Wirtschaftsarchiv. Dort wurden früher die mit Farbe bedruckten Stoffe in langen Bahnen zum Trocknen aufgehängt. (Bild: Archiv für Zeitgeschichte, IB Vorort, 1.1.1.1.)

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Vor 1848

Der Vorort ist in der alten Eidgenossenschaft jener Kanton, der im Turnus den Vorsitz innehat und die Geschäfte führt. Mit der Gründung des Bundesstaats 1848 beginnt der Aufbau einer Bundesverwaltung. (Bild: Sitzung der eidgenössischen Tagsatzung 1847. Holzschnitt von Kretzschmer, Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung)

Der Vorort ist in der alten Eidgenossenschaft jener Kanton, der im Turnus den Vorsitz innehat und die Geschäfte führt. Mit der Gründung des Bundesstaats 1848 beginnt der Aufbau einer Bundesverwaltung. (Bild: Sitzung der eidgenössischen Tagsatzung 1847. Holzschnitt von Kretzschmer, Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung)

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1830

Mehrere eidgenössische Orte schreiben die Handels- und Gewerbefreiheit in ihren neuen Verfassungen fest. Der britische Unterhausabgeordnete Sir John Bowring bereist die Schweiz, um den Freihandel in der Praxis zu studieren. Er verfasst 1836 den Report on the Commerce and Manufactures of Switzerland, presented to both houses of parliament by command of His Majesty. Dies ist der erste Bericht über die Handels- und Industrieorganisationen der Schweizer Kantone. (Bild: Sir John Bowring, Getty Images)

Mehrere eidgenössische Orte schreiben die Handels- und Gewerbefreiheit in ihren neuen Verfassungen fest. Der britische Unterhausabgeordnete Sir John Bowring bereist die Schweiz, um den Freihandel in der Praxis zu studieren. Er verfasst 1836 den Report on the Commerce and Manufactures of Switzerland, presented to both houses of parliament by command of His Majesty. Dies ist der erste Bericht über die Handels- und Industrieorganisationen der Schweizer Kantone. (Bild: Sir John Bowring, Getty Images)

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1798

Mit der Ausrufung der Helvetischen Republik im September 1798 werden alle bestehenden Handelskammern der eidgenössischen Orte – ausser die Handelskammern St. Gallen und Zürich – aufgelöst. Nach der Mediation 1803 bilden sich rasch wieder neue schlagkräftige Handelskammern, denn mit der Kontinentalsperre Napoleons 1806 bis 1813 müssen sich die Kaufleute der eidgenössischen Orte in einem Wirtschaftskrieg behaupten. (Bild: Zeichnung von Georg Ludwig Vogel, Schweizerisches Nationalmuseum).

Mit der Ausrufung der Helvetischen Republik im September 1798 werden alle bestehenden Handelskammern der eidgenössischen Orte – ausser die Handelskammern St. Gallen und Zürich – aufgelöst. Nach der Mediation 1803 bilden sich rasch wieder neue schlagkräftige Handelskammern, denn mit der Kontinentalsperre Napoleons 1806 bis 1813 müssen sich die Kaufleute der eidgenössischen Orte in einem Wirtschaftskrieg behaupten. (Bild: Zeichnung von Georg Ludwig Vogel, Schweizerisches Nationalmuseum).

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ca. 1630

Gründung des Kaufmännischen Directoriums St. Gallen, der ältesten Handelskammer der Schweiz. Diese lässt sich wiederum auf die Kaufleutegesellschaft zu Notenstein zurückführen, die nebst den handwerklichen Zünften bestand. Das Haus der Gesellschaft zu Notenstein befand sich angebaut an das Brühltor in der Stadt St. Gallen. (Bild: Kantonsbibliothek St. Gallen, Vadianische Sammlung, VadSlg GS o 2 C/6)

Gründung des Kaufmännischen Directoriums St. Gallen, der ältesten Handelskammer der Schweiz. Diese lässt sich wiederum auf die Kaufleutegesellschaft zu Notenstein zurückführen, die nebst den handwerklichen Zünften bestand. Das Haus der Gesellschaft zu Notenstein befand sich angebaut an das Brühltor in der Stadt St. Gallen. (Bild: Kantonsbibliothek St. Gallen, Vadianische Sammlung, VadSlg GS o 2 C/6)

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Im Februar 2021 erscheint im Buchverlag Hier+Jetzt das Buch «Im Austausch mit der Welt. Schweizer Unternehmen im 19. und 20. Jahrhundert» der Basler Wirtschaftshistorikerin Dr. Andrea Franc. Das Buch ist eine kleine Wirtschaftsgeschichte der Schweiz und nimmt Sie mit auf eine Reise von den Anfängen der Glarner Textilindustrie bis ins Zeitalter von «America First» und weiter in die Zukunft. Sie können das Buch bereits heute mit dem untenstehenden Formular vorbestellen. Das Buch kostet CHF 44.- plus CHF 7.- Porto. Ihre Bestellung ist verbindlich.