Energiepolitik

Eine sichere Energieversorgung ist das Herz der Wirtschaft. Die Neuausrichtung des Energiesektors muss wirtschaftlich nachhaltig erfolgen, um Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise zu gewährleisten. Deshalb sind marktorientierte Lösungen gefragt.

Unsere Position

Mehr Markt und internationale Vernetzung

  • Eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung ist von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Schweiz.
  • Die Schweizer Energieversorgung muss marktwirtschaftlich ausgestaltet werden. Dauerhafte Subventionen sind abzuschaffen.
  • Für eine verlässliche Stromversorgung muss der Strommarkt geöffnet und die europäische Vernetzung gestärkt werden.
  • Die Energieeffizienz der Unternehmen ist durch Anreize statt Vorschriften zu steigern (mittels Zielvereinbarungen gemäss dem Modell der Energie-Agentur der Wirtschaft).

EN­ER­GIE­STRA­TE­GIE 2050: DRIN­GEN­DER AN­PAS­SUNGS­BE­DARF

Eine marktnahe Energiepolitik gewährleistet eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Deshalb muss die Energiestrategie 2050 vom Parlament dringend angepasst werden. Durch Energieeffizienz und den subventionierten Ausbau der neuen erneuerbaren Energien können die rund 40 Prozent Strom aus Kernenergie nicht ersetzt werden.

Die Energiestrategie in ihrer jetzigen Version verteuert die Energie unnötig und gefährdet die sichere Energieversorgung. economiesuisse fordert marktnahe Lösungen und eine bessere Anbindung an die europäischen Strommärkte. Die vollständige Strommarktöffnung sowie der rasche Abschluss eines Stromabkommens mit der EU sind notwendige Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Energiepolitik.

Zum Faktenblatt

Unsere Position im Detail

Die aktuelle Vorlage zur neuen Energiepolitik bildet keine solide Grundlage für unsere künftige Energieversorgung:

Sinkende Versorgungssicherheit: Die praktisch ausschliesslich auf unregelmässigen, saisonal schwankenden Energiequellen (Wind und Sonne) beruhende Stromproduktion verringert die Versorgungssicherheit. Um die Stromversorgung zu garantieren, müssen wir besonders im Winter massiv Strom aus Fossil- und Nuklearenergie aus dem Ausland importieren.

Die Subventionen gefährden die Wasserkraftproduktion: Mit dem - subventionsgestützten - starken Ausbau der Solarenergie wird die Stromproduktion im Sommer drastisch zunehmen - ausgerechnet dann, wenn unsere Stauwerke bereits Überschüsse produzieren. Die schon niedrigen Preise werden weiter sinken, die Wasserkraftwerke müssen mit Subventionen gerettet werden.

Steigende Kosten schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft: Abgaben auf den Strom, Erhöhung der CO2-Abgabe, neue Normen und Vorschriften... Die bereits stark belastete Industrie und die anderen Branchen müssen hohe Mehrkosten tragen. Die Energiepreise werden für eine lange Zeit steigen.

Inkohärente Vorlage: Mit der ersten Etappe wird nur die Hälfte der Ziele erreicht. Die zweite - in Form von Lenkungsabgaben - löst bereits heftigen Protest aus.

Unsere Vorschläge:

  • Eine zeitlich eng begrenzte Abgabe von 1,5 Rappen pro Kilowattstunde reicht aus, um der Förderung der erneuerbaren Energien auf die Sprünge zu helfen.
  • Verpflichtung der Produzenten von Erneuerbaren, ihren Strom auf dem Markt zu verkaufen, um sich am effektiven Bedarf anzupassen.
  • Vollständige Öffnung des Strommarkts und bessere Integration in den europäischen Markt, um unsere Importe und Exporte abzusichern.
  • Wahrung der technologischen Offenheit, um willkürliche und riskante Entscheidungen zu vermeiden.
  • Förderung der Energieeffizienz der Unternehmen durch Anreizmassnahmen (Modell der Energie-Agentur der Wirtschaft).