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Studie belegt den volkswirtschaftlichen Nutzen moderner Kernenergie

12.07.2026

Auf einen Blick

  • Ein neues KKW schafft gemäss einer BAK-Economics-Studie pro Förderfranken bis zu 5.20 Franken volkswirtschaftlichen Nutzen.
  • Der Nutzen entsteht direkt durch das KKW-Projekt selbst sowie durch günstigen, sauberen und sicheren Strom für Unternehmen und Haushalte.
  • Ohne Technologieverbot kann die Schweiz ihre bestehenden AKW bei Bedarf durch moderne ersetzen.

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Eine Studie von BAK Economics im Auftrag von economiesuisse zeigt, dass pro staatlichem Förderfranken ein Brutto-BIP-Effekt von 2.50 Franken und ein Netto-BIP-Effekt von 1.50 Franken entsteht. Werden zusätzlich Infrastruktur-, Klima- und Umwelteffekte berücksichtigt, erhöht sich der gesamte volkswirtschaftliche Nutzen auf bis zu 5.20 Franken pro Förderfranken. Der Förderbedarf pro kWh bewegt sich dabei in einem ähnlichen Bereich wie in anderen aktuellen Studien und ist etwa gleich hoch wie bei den erneuerbaren Energien.

Nutzen für Haushalte, Wirtschaft, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung

Bereits die Entwicklung, Planung und der Bau eines Ersatzneubaus würden erhebliche Wirtschaftsimpulse auslösen: Gemäss Studie verbleiben rund 51 Prozent der Baukosten als Wertschöpfung in der Schweiz, etwa über Aufträge an die Bauwirtschaft, Ingenieurbüros, Planungsunternehmen und Zulieferer. Im Betrieb entstehen zudem jährlich rund 2'900 Arbeitsplätze sowie zusätzliche Wertschöpfung und Steuereinnahmen.

Indirekt profitieren Unternehmen und Haushalte von einer sicheren, klimaarmen und preislich stabileren Stromversorgung. Ein neues Kernkraftwerk reduziert die Winterimportabhängigkeit, senkt die Stromgrosshandelspreise und verringert das Risiko von Versorgungsengpässen. Gleichzeitig erleichtert es die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie und unterstützt damit die Dekarbonisierung der Schweiz. Laut Studie entsteht ein Zusatznutzen für Klima, Umwelt und Versorgungssicherheit, der weit über die unmittelbaren Wirtschaftsimpulse hinausgeht.

Technologieoffenheit, Erneuerbare, Stromabkommen

Die Studie versteht Kernenergie als Ergänzung zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Fällt das heutige Technologieverbot für neue Kernkraftwerke weg, könnte die Schweiz ihre bestehenden AKW bei Bedarf durch moderne Anlagen ersetzen und so einen Teil der erwarteten Winterstromlücke schliessen. Damit stünde der Schweiz künftig eine zusätzliche Option für eine sichere und klimafreundliche Stromversorgung zur Verfügung. Der winterwirksame Ausbau der erneuerbaren Energien sowie das Stromabkommen mit der EU bleiben dabei wichtige Pfeiler der Versorgungssicherheit.

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