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La Suisse doit veiller à préserver sa capacité d'innovation

12.06.2026

D'un coup d'oeil

  • La Suisse reste un leader mondial en matière d’innovation, même si de premiers signes d’essoufflement sont visibles 
  • Une récente étude met en évidence des faiblesses structurelles, allant d’un recul de l’innovation dans certains pans de l’économie à des lacunes en matière de numérisation chez les PME 
  • Afin de consolider notre position de leader mondial à long terme, des mesures ciblées sont nécessaires pour renforcer notre capacité d'innovation et notre compétitivité

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Die Schweiz gehört weiterhin zur weltweiten Innovationsspitze. Sie belegt im Global Innovation Index seit Jahren eine Topposition und ist in wissensintensiven Branchen besonders stark (vgl. unser dossierpolitik). Doch es wäre fahrlässig, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. Eine im März 2026 veröffentlichte Studie der FHNW, des KOF-Instituts, der EPFL und der Universität St. Gallen zeigt jedoch, dass die Schweiz zwar nach wie vor über starke Innovationstätigkeit und global wettbewerbsfähige Sektoren verfügt, gleichzeitig aber Anzeichen von Ermüdung und Fragmentierung erkennbar sind. Wer also die Schweiz als Innovationsstandort erhalten will, muss nicht nur den Zugang zu globalen Talenten und Technologien sichern, sondern auch bestehende Schwächen im Innovationssystem ernst nehmen.

Nicht alle Unternehmen innovieren gleich dynamisch

Viele Industrieunternehmen, etwa in Chemie, Pharma oder MEM, sind weiterhin hochinnovativ und treiben radikale Entwicklungen voran. Gleichzeitig sinkt die Innovationsbereitschaft in stabil wahrgenommenen Märkten, da die Nachfrage nach innovativen Lösungen geringer eingeschätzt wird. Verfestigt sich diese Haltung, droht ein schleichender Rückzug aus Innovationsaktivitäten, ein Risiko für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Digitale Kluft innerhalb der Wirtschaft

Eine zentrale Schwäche ist die digitale Kluft innerhalb der Wirtschaft. Während grosse Unternehmen die Transformation aktiv vorantreiben, fehlen vielen KMU Ressourcen und Kompetenzen. Auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz bestehen weiterhin Potenziale. Gemäss aktuellen Daten von Microsoft nutzten im ersten Quartal 2026 rund 38 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in der Schweiz KI-Tools, etwas mehr als jede dritte Person. Die Schweiz belegt im internationalen Vergleich Rang 14 und liegt damit zwar über dem Durchschnitt, nutzt ihr KI-Potenzial – insbesondere bei KMU – aber noch nicht voll aus.

Ohne gezielte Fortschritte bei der Digitalisierung und der Anwendung neuer Technologien besteht somit die Gefahr, dass Teile der Schweizer KMU-Landschaft an Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Regulierung bremst mutige Innovationen

Zunehmend komplexe Regulierung stellt eine grosse Herausforderung dar. Hohe Anforderungen und Rechtsunsicherheit erhöhen Kosten, verzögern Projekte und bremsen insbesondere risikoreiche Innovationen, da diese einen stabilen und planbaren Rechtsrahmen benötigen. Gerade in regulierungsintensiven Branchen kann dies dazu führen, dass Unternehmen eher auf sichere, inkrementelle Verbesserungen setzen, statt auf radikale Innovationen. Damit wächst das Risiko, dass ein dichtes regulatorisches Umfeld mutige, disruptive Entwicklungen hemmt.

Finanzierungslücken als Wachstumshemmnis

Schliesslich zeigen sich auch beim Zugang zu Kapital Schwächen. Start-ups und innovative KMU stossen in der Schweiz in entscheidenden Wachstumsphasen auf Finanzierungslücken, während attraktivere Bedingungen im Ausland den Wettbewerb um Innovation verschärfen. Die vergleichsweisen tiefen Steuern, das hohe Bildungsniveau und die hochwertige Infrastruktur der Schweiz, gleichen diese Nachteile nicht immer aus. Das erhöht das Risiko, dass innovative Aktivitäten ins Ausland verlagert werden.

Jetzt die richtigen Weichen stellen!

Die Schweiz steht nicht vor einer Innovationskrise. Ihre Kernbranchen bleiben stark, ihre Cluster leistungsfähig und ihre Unternehmen international erfolgreich. Wer die Innovationskraft der Schweiz langfristig sichern will, muss an mehreren Fronten gleichzeitig handeln: Offenheit für Talente und Technologien, ein zukunftsfähiges Bildungssystem, funktionierende digitale Ökosysteme, klare und verlässliche Rahmenbedingungen sowie bessere Finanzierungsperspektiven sind zentral, um die Innovationskraft nachhaltig zu stärken.

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