Altersvorsorge
Ja zum Kriegsmaterialgütergesetz, Nein zur «Fairness-Initiative», Stimmfreigabe bei der AHV-Mehrwertsteuer
15.09.2026
Auf einen Blick
- economiesuisse hat zu den Abstimmungsvorlagen vom 29. November die Parolen gefasst.
- Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft unterstützt das revidierte Kriegsmaterialgütergesetz. Dieses stärkt die Verteidigungsfähigkeit und die Sicherheit der Schweiz.
- Nein sagt economiesuisse zur Initiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare». Das Volk hat mit dem Ja zur Individualbesteuerung den Grundsatzentscheid zur Ehepaarbesteuerung bereits gefällt. Die Annahme der Initiative würde zu einem unnötigen Systemkonflikt führen.
- Im Weiteren hat economiesuisse Stimmfreigabe zur unbefristeten Mehrwertsteuererhöhung zur Teilfinanzierung der 13. AHV-Rente beschlossen.
economiesuisse hat im Rahmen der letzten Vorstandsausschuss- und Vorstandssitzungen die Parolen zu den Abstimmungen vom 29. November 2026 gefasst.
Ja zum Kriegsmaterialgütergesetz: Sicherheit stärken
Das revidierte Kriegsmaterialgesetz (KMG) wird klar unterstützt. Das geo- und sicherheitspolitische Umfeld hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Mit der Revision des Kriegsmaterialgesetzes wird den neuen aussen- und sicherheitspolitischen Gegebenheiten Rechnung getragen. So sollen der Export von Kriegsmaterial an gewisse Empfängerstaaten sowie die Wiederausfuhr erleichtert werden. Das ist wichtig, denn Schweizer Hersteller von Rüstungs- und Dual-Use-Gütern sind darauf angewiesen, Produkte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben exportieren zu können. Eine eigene Rüstungsbasis ist zudem essenziell für die Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee und somit die Sicherheit in unserem Land. Die Sicherheit wiederum stellt einen zentralen Standortfaktor für die Schweizer Wirtschaft dar. Aus diesen Gründen hat der Vorstandsausschuss im Mai die Ja-Parole beschlossen. economiesuisse wird sich gemeinsam mit einer breiten Allianz für die Vorlage einsetzen.
Nein zur «Fairness-Initiative»: Systemkonflikt vermeiden
Die Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen» will die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren bei der direkten Bundessteuer in der Bundesverfassung verankern. Ehepaare dürfen zudem gegenüber anderen Steuerpflichtigen nicht benachteiligt werden. Damit soll die sogenannte steuerliche «Heiratsstrafe» auf Bundesebene abgeschafft werden. Aus Sicht von economiesuisse steht die Initiative im Konflikt mit dem am 8. März 2026 von der Stimmbevölkerung angenommenen Gesetz für die Individualbesteuerung. Würde die Initiative angenommen, müsste auf Bundesebene an der heute bestehenden Paarbesteuerung festgehalten werden. Auf Kantons- und Gemeindeebene würde jedoch die Umstellung auf die Individualbesteuerung erfolgen. Es käme zu einem unnötigen Systemkonflikt. economiesuisse hat deshalb die Nein-Parole gefasst. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Individualbesteuerung stärkere Erwerbsanreize schafft als die Initiative.
Stimmfreigabe zur unbefristeten Mehrwertsteuer-Erhöhung für die 13. AHV-Rente
economiesuisse hat im Weiteren zur unbefristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Teilfinanzierung der 13. AHV-Rente Stimmfreigabe beschlossen. Positiv wertet der Dachverband, dass das Parlament auf eine Erhöhung der Lohnbeiträge verzichtet hat. Negativ beurteilt economiesuisse jedoch, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer unbefristet ist und diese nicht mit verbindlichen strukturellen Reformen der AHV verknüpft wurde.










