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​​Formell besiegelt: Schweiz ist zurück im europäischen Forschungsnetzwerk

10.11.2025

Auf einen Blick

  • ​​Das EU-Programmabkommen, inklusive Horizon-Paket wurde heute in Bern unterzeichnet.
  • Damit ist die Schweiz rückwirkend per 1. Januar 2025 formell assoziiert.
  • Ein zentraler Schritt für die internationale Spitzenstellung des Schweizer Forschungs- und Innovationsstandorts.​ 

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​​​Bundesrat Guy Parmelin und EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva haben heute in Bern das neue EU-Programmabkommen unterzeichnet. Damit ist die Schweiz rückwirkend per 1. Januar 2025 vollassoziiert an Horizon Europe, das Euratom-Programm sowie das Digital Europe Programme. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein für den Schweizer Forschungs- und Innovationsstandort und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes nachhaltig.

​Breiter Zugang zu europäischen Forschungsprogrammen

​Mit der Vollassoziierung erhalten Forschende, Unternehmen und Start-ups in der Schweiz wieder umfassenden Zugang zu den wichtigsten europäischen Forschungs- und Innovationsprogrammen. Bereits seit dem 1. Januar 2025 können sie sich wieder direkt an EU-Ausschreibungen beteiligen und von der EU finanzierte Fördermittel beantragen.

​Die Schweiz ist damit u.a. wieder Teil zentraler strategischer Forschungsbereiche, von künstlicher Intelligenz, bis hin zu Quanten- und Raumfahrtforschung. Auch im Digital Europe Programme können Schweizer Organisationen Projekte in der Rolle des Koordinators einreichen und Partnerschaften mit europäischen Akteuren eingehen. Ausschreibungen in den Bereichen Cybersecurity und Halbleiter bleiben vorerst ausgenommen und stehen ausschliesslich EU- und EWR- Mitgliedstaaten offen.

​Ab 2026 ist vorgesehen, dass sich die Schweiz erneut an ITER und an Fusion for Energy beteiligen und dort ihre frühere Mitgliedschaft unter denselben Bedingungen wie bis 2020 wieder aufnehmen wird.

​Ein Gewinn für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

​Die Rückkehr zur vollen Assoziierung ist ein entscheidender Schritt für die Schweizer Forschungs- und Innovationsgemeinschaft. Sie eröffnet den Zugang zu renommierten europäischen Förderinstrumenten, darunter den ERC Grants, und erleichtert die internationale Zusammenarbeit über Disziplinen und Grenzen hinweg. Ausserdem bieten die EU-Programme eine wichtige Chance für die Schweizer Wirtschaft: Sie stärken die Innovationskraft von Start-ups, KMU und Grossunternehmen, fördern den Technologietransfer und tragen dazu bei, dass die Schweiz im globalen Wettbewerb an der Spitze bleibt.

​Nächste Schritte: stabile Partnerschaft mit der EU sichern

​Mit der Unterzeichnung des Abkommens ist ein zentraler Meilenstein erreicht. Nun gilt es, die politischen und rechtlichen Grundlagen für eine dauerhafte Partnerschaft mit der EU zu festigen. Nur so kann die Schweiz ihre Spitzenposition als führende Innovationsnation langfristig behaupten.

​Die geplanten Bilateralen III bieten die Chance, die Forschungszusammenarbeit dauerhaft zu verankern, eine Gelegenheit, die genutzt werden sollte.​ 

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