# 01 / 2017

Schweizer Erfolgsfaktoren gelten auch in der digitalen Zukunft

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Der digitale Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Der technologische Fortschritt schreitet rasch voran und ruft neue Anbieter auf den Plan, die etablierte Akteure herausfordern.

In diesem Umfeld rufen viele nach neuen staatlichen Regeln. Erfolg verspricht jedoch genau das Gegenteil: Das Schaffen von unternehmerischem Freiraum.

Bereits in der Vergangenheit waren Wirtschaft und Gesellschaft grossen Veränderungen unterworfen: Dampfmaschine, Fliessband, Automatisierung.

Die Stufen der industriellen Revolution

Viele beschreiben die Digitalisierung als vierte industrielle Revolution. Doch im Unterschied zur ersten und zweiten industriellen Revolution findet die Entwicklung heute viel fliessender statt.

Vier Entwicklungen kennzeichnen den digitalen Wandel: Automatisierung, Vernetzung, die Verarbeitung von Daten und völlig neue Formen des Kundenzugangs.

Treiber der Digitalisierung

Im Kern wirkt die Digitalisierung über diese vier Hebel, die durch neue Basistechnologien und Infrastrukturen (Enabler) und neue Geschäftsmodelle (Propositionen) gestützt werden.

Die technischen Möglichkeiten erlauben heute, Produkte laufend zu verbessern, aber auch, Geschäftsmodelle günstig und schnell global zu skalieren.

Viele neue Geschäftsmodelle sind erst möglich, weil sich auch gesellschaftliche Werte wandeln.

All diese rasanten Entwicklungen führen aber nicht dazu, dass sich die grundlegenden Spielregeln ändern. 

Angst ist fehl am Platz: Die Schweiz hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie sich dem Strukturwandel anpassen kann.

Chapter 2 of 4

Bisherige Erfolgsgaranten für die Schweiz

Der Erfolg der rohstoffarmen Schweiz fusst auf Offenheit und Innovationskraft. Dies beschert uns regelmässig Spitzenplätze in internationalen Rankings.

Eine langfristige Wirtschaftspolitik orientiert sich stets an den Erfolgsfaktoren der Schweiz.

Stark gemacht haben uns: makroökonomische Stabilität, eine funktionierende Marktwirtschaft, freies Unternehmertum, ein offener Zugang zu den Weltmärkten, der führende Bildungs- und Forschungsplatz, die wettbewerbsfähige Finanz- und Steuerpolitik, leistungsfähige Infrastrukturen, freie und offene Arbeitsmärkte sowie eine sichere, kompetitive Energieversorgung und ein effizienter Schutz der Umwelt.

Die Schweizer Erfolgsfaktoren

Im Zusammenspiel haben diese Faktoren dazu geführt, dass die Schweiz heute das wettbewerbsfähigste Land der Welt ist.

Quelle: eigene Darstellung

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Warum diese Erfolgsfaktoren auch in Zukunft den richtigen Orientierungsrahmen bilden

Der rasante Wandel ruft auch die Politik auf den Plan.

Viele der eingereichten Vorstösse und Forderungen verfolgen jedoch einen interventionistischen Kurs und rufen vor allem nach mehr Regulierung.

Auch in der digitalen Welt gilt: Staatliche Eingriffe sind nur dann gerechtfertigt, wenn das Ziel mit verhältnismässigen Mitteln erreicht werden kann.

Braucht es eine staatliche Regulierung?

In vielen Fällen heisst das richtige Rezept: Keine staatliche Intervention nötig.

Man hilft einer Branche nicht, indem man sie abschottet und es ihr damit verunmöglicht, sich den internationalen Innovationen und dem Wettbewerb zu stellen.

Chapter 4 of 4

Fazit und Leitlinien für die Zukunft

Basierend auf den bisherigen Erfolgsfaktoren müssen auch die künftigen Rahmenbedingungen gestaltet werden.

Eine erfolgreiche Innovationspolitik schafft unternehmerische Freiräume, sorgt für ein gutes Bildungssystem und fördert die internationale Vernetzung.

Die Schweiz muss das Thema Digitalisierung optimistisch angehen.

Die Digitalisierung geschieht – sie lässt sich nicht politisch steuern.

Wir müssen akzeptieren, dass staatliche Regulierungen im Einzelfall immer den aktuellen Entwicklungen hinterherhinken.

Partikularinteressen und Strukturerhalt dürfen nicht Anlass für Regulierung sein.

Internationale Standards, die international koordinierte Herangehensweise und die Selbstregulierung werden wichtiger.

Statt neue Geschäftsmodelle zu regulieren, sollten die bestehenden Modelle wo möglich dereguliert werden.

Basis der gesamten Entwicklung sind gut ausgebaute Infrastrukturen.

Das Bildungssystem muss sich entlang der sich wandelnden Anforderungen an die Arbeitskräfte ausrichten und die Anpassungsfähigkeit der Menschen fördern.