Vernehmlassung zu der Verordnung über den Rebbau und die Einfuhr von Wein; Verteilung des Zollkontingents Wein
16.06.2026
economiesuisse lehnt die vorgeschlagene Anpassung der Weinverordnung klar ab, da sie einen ungerechtfertigten Eingriff in einen funktionierenden Markt darstellt. Die geplante Vergabe nach Inlandleistung verzerrt den Wettbewerb, benachteiligt zahlreiche Marktakteure und begünstigt wenige Unternehmen zulasten der Weinbranche. Für Konsumentinnen und Konsumenten drohen höhere Preise ohne Mehrwert sowie eine geringere Angebotsvielfalt. Zudem schafft die Massnahme neue Markteintrittshürden und setzt marktfremde Anreize, ohne die strukturellen Herausforderungen der Branche zu lösen. Auch rechtlich ist das Vorgehen problematisch, da es die Wirtschaftsfreiheit einschränkt und auf Verordnungsstufe statt auf Gesetzesstufe geregelt wird. Insgesamt würde die Änderung die Stärken des Schweizer Weinmarkts schwächen, ohne einen erkennbaren Nutzen zu bringen.
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