Stellungnahme zur Vernehmlassung zur Änderung des Sprachengesetzes

28.09.2026

economiesuisse lehnt die vorgeschlagene Revision des Sprachengesetzes in beiden Varianten ab. Die Vorlage greift unnötig in die kantonale Schulhoheit ein und widerspricht dem bewährten föderalen System. Empirische Befunde aus ÜGK, PISA und der aktuellen Forschung zum Fremdsprachenerwerb zeigen, dass die Herausforderungen primär bei der Unterrichtsqualität liegen und nicht bei strukturellen Vorgaben wie dem Zeitpunkt der Einführung einer Fremdsprache. Entscheidend für den Lernerfolg sind insbesondere qualifizierte Lehrpersonen, wirksame Unterrichtsformen und geeignete schulische Rahmenbedingungen. Statt zusätzlicher Regulierung braucht es evidenzbasierte Massnahmen zur Stärkung der Unterrichtsqualität, der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie der tatsächlichen Kompetenzentwicklung innerhalb der bestehenden kantonalen Handlungsspielräume.

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