Europapolitik
Ein klares Zeichen für den bilateralen Weg
14.06.2026
Auf einen Blick
- economiesuisse begrüsst die Ablehnung der 10-Millionen-Initiative. Das Nein zeigt, dass die Stimmbevölkerung hinter dem bilateralen Weg steht.
- Damit ist auch der Weg frei für die weitere Beratung der Bilateralen III. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Fortsetzung des bilateralen Wegs breit unterstützt wird.
- Zugleich ist klar: Die Zuwanderung beschäftigt die Bevölkerung. Das Volk hat der Politik die gelbe Karte gezeigt. Es braucht eine konsequente Umsetzung des Asylrechts und eine bessere Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotentials.
Das Volk hat die Initiative zur 10-Millionen-Schweiz abgelehnt. Der Entscheid zeigt, dass die Stimmbevölkerung keine Experimente will. Die Stimmbevölkerung steht hinter dem bilateralen Weg mit der Europäischen Union (EU).
Die Bilateralen III weiter beraten
Mit dem Nein zur Initiative ist der Weg frei für die weitere Beratung der Bilateralen III. Mit diesen Verträgen kann der erfolgreiche bilaterale Weg stabilisiert und weiterentwickelt werden. Gemäss einer aktuellen Umfrage spricht sich eine grosse Mehrheit der Stimmbevölkerung für die Fortsetzung des bilateralen Wegs aus.
Deutliche Zustimmung für die Bilateralen III

«Der Bundesrat hat mit der EU ein Paket an neuen Verträgen ausgehandelt (teilweise als «Bilaterale III» bezeichnet). Das Paket beinhaltet verschiedene Elemente zur Stabilisierung der bestehenden Abkommen sowie neue Abkommen. Befürworten Sie das neue Vertragspaket der Schweiz mit der EU?
Quelle: Sotomo, Juni 2026
Die Schweiz ist auf Arbeitskräfte angewiesen
Für den Wohlstand und die Lebensqualität in der Schweiz ist es zentral, dass die Unternehmen auch in Zukunft über genügend Fachkräfte verfügen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich der Arbeitskräftemangel weiter verschärfen. Es führt deshalb kein Weg daran vorbei, dass wir in der Schweiz das inländische Arbeitskräftepotential noch besser ausschöpfen und dementsprechend die Rahmenbedingungen verbessern. Die Zuwanderung muss auch in Zukunft arbeitsmarktbezogen sein. Die EU-Personenfreizügigkeit hilft dabei, dass die Unternehmen bei Bedarf unkompliziert qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutieren können.
Strikte Umsetzung des Asylrechts
Zugleich ist klar: Die Zuwanderung beschäftigt die Bevölkerung. Die Politik ist dabei vor allem bei der Asylmigration gefordert. Es braucht unbedingt eine konsequente und strikte Umsetzung des Asylrechts auf Bundes- und Kantonsebene. Massnahmen braucht es auch in der Wohnpolitik. Die Baubewilligungsverfahren gilt es zu vereinfachen, damit genügend Wohnungen gebaut werden können. Die Infrastrukturen müssen zeitgemäss weiterentwickelt werden. Schliesslich braucht es Impulse für ein besseres qualitatives Wachstum. Das schnelle Wachstum des öffentlichen Sektors muss gebremst werden. Damit stehen auch mehr inländische Arbeitskräfte für die Privatwirtschaft zur Verfügung. Der Fokus muss zudem auf wettbewerbsorientierten und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen liegen, denn dies schafft die besten Voraussetzungen für eine höhere Produktivität.
economiesuisse begrüsst Ja zum Zivildienstgesetz
economiesuisse begrüsst das Ja der Stimmbevölkerung zum revidierten Zivildienstgesetz. Damit wird der Grundsatz, dass der Militärdienst die Regel darstellt, klar gestärkt.

