# 4 / 2021
08.03.2021

Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität: Position der Wirtschaft

Die Vorgaben für die gymnasiale Ausbildung sind seit über 25 Jahren nicht mehr grundlegend überarbeitet worden. Die nun angestossene Reform muss vor allem die Studierfähigkeit der Maturandinnen und Maturanden sicherstellen. Nur so lässt sich das Privileg des prüfungsfreien Hochschulzugangs erhalten.

Das Wichtigste in Kürze

Die gymnasiale Maturität berechtigt zum prüfungsfreien Übertritt an die Hochschulen. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet ist, wird die Matura momentan von der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) an die heutigen Anforderungen angepasst.

Position economiesuisse

  • economiesuisse begrüsst, dass die gymnasiale Maturität weiterentwickelt wird. Die letzte umfassende Reform liegt über 25 Jahre zurück. 
  • Der prüfungsfreie Zugang zu den Hochschulen muss erhalten bleiben. 
  • Der Studien- und Berufswahlunterricht soll in allen Gymnasien verbindlich Einzug halten. 
  • Informatik ist heute unverzichtbar. Es muss ein Grundlagenfach werden. Ebenso ist zu prüfen, ob Wirtschaft und Recht ein Grundlagenfach werden sollte. Mindestens ein obligatorisches Fach muss es bleiben. 
  • Einerseits müssen die Pflichtfächer gestärkt werden, um die basalen Fähigkeiten stärker zu fördern. Andererseits sind zum Ende der gymnasialen Ausbildung mehr Freiheiten anzustreben, damit auch die Selbst- und Sozialkompetenzen und interdisziplinäres Arbeiten optimal gefördert werden können. 
  • Die Schwerpunkt- und Ergänzungsfächer sollten erst in den letzten beiden Jahren der gymnasialen Ausbildung belegt werden, damit eine bewusstere Wahl dieser Fächer erfolgt.
  • Es sind dank einheitlicher Grundstrukturen und verbindlicher Ziele schweizweit vergleichbare Abschlüsse anzustreben, ohne die Gymnasialquote zu erhöhen.