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News-Ticker: US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium

Seit dem 23. März 2018 sind die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium Tatsache. Das könnte auch für Schweizer Exporte, Unternehmen und Direktinvestitionen Folgen haben. Wie genau? Das zeigen wir Ihnen hier auf. Wir informieren regelmässig über aktuelle Entwicklungen und deren wirtschaftlichen Konsequenzen für die Schweiz.


Update vom 5. April: China reagiert umgehend und im selben Ausmass wie die USA

China kündigte gestern Nachmittag an, weitere, nun für die USA auch sehr wichtige Exportprodukte mit Strafzöllen zu belegen. Dazu gehören Sojabohnen, Rindfleisch, Autos und Produkte der Chemie- und Flugzeugindustrie. Gesamthaft sind damit Produkte mit einem Handelswert von 50 Milliarden US-Dollar betroffen. Die Strafzölle in der Höhe von 25 Prozent entsprechen jenen, welche die USA tags zuvor angekündigt hat.

Obwohl die Strafzölle auf US- beziehungsweise chinesische Produkte zielen, sind auch Auswirkungen auf die Schweiz zu befürchten. Hiesige Unternehmen sind stark in internationale Wertschöpfungsketten integriert und sind auch vor Ort in den USA und in China präsent. Auch von allfälligen Massnahmen seitens der EU als Reaktion auf die Strafzölle der USA und Chinas könnten Schweizer Betriebe negativ betroffen sein. Eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den beiden wirtschaftlichen Grossmächten ist zurzeit nicht absehbar. Allerdings zeigen sich beide Parteien derzeit offen für Verhandlungen.

Liste der betroffenen Produkte


Update vom 4. April: USA veröffentlicht Liste für Strafzölle auf weitere chinesische Produkte

Nach Stahl und Aluminium wollen die USA weitere Produkte – nun explizit aus China – mit Strafzöllen belegen. Das Büro des US-Handelsbeauftragten veröffentlichte gestern eine entsprechende Liste. Sie sieht zusätzliche Importzölle von 25 Prozent insbesondere auf jene Produkte vor, die China im Rahmen der «Made in China 2025»-Strategie fördert. Dazu zählen etwa Elektronikprodukte, Flugzeugteile, Medikamente und Maschinen. Interessierte Personen können zu den vorgesehenen Massnahmen bis am 11. Mai Stellung beziehen. Am 15. Mai wird bei der US-Kommission für internationalen Handel eine öffentliche Anhörung durchgeführt. Eine weitere Verschärfung des Handelskonflikts zwischen China und den USA hätte auch für die Schweizer Exportwirtschaft und für Schweizer Direktinvestitionen negative Konsequenzen.

Statement des US-Handelsministeriums

Liste der betroffenen Produkte


Update vom 3. April: Chinesische Gegenmassnahmen sind nun Tatsache

Seit Montag, 2. April, sind 128 amerikanische Produkte mit Strafzöllen in der Höhe von 15 bis 25 Prozent belegt. Die vom chinesischen Finanzministerium veröffentlichte Liste umfasst US-Güter mit einem Importvolumen von 3 Milliarden US-Dollar. Sie schliesst vorerst wichtige US-Exportprodukte wie Flugzeuge oder Sojabohnen aus.

Auch die EU überlegt sich, mit Verweis auf globale Überkapazitäten Zölle und Einfuhrkontingente auf bestimmte Stahlprodukte einzuführen und hat hierzu auch Hersteller und Verbände aus Drittstaaten zur Stellungnahme eingeladen. economiesuisse macht diesbezüglich eine Umfrage bei ihren Mitgliedern.

Tarifnummern der betroffenen US-Güter nach China – Beschreibung in Chinesisch

Mitteilung der Europäischen Kommission


Update vom 23. März: Keine Ausnahme für Schweizer Exporteure – vorerst

Laut Angaben der Behörden in den USA und in der Schweiz werden ab heute Schweizer Exporte von Stahl und Aluminium mit Strafzöllen in der Höhe von 25 respektive zehn Prozent belegt. Davon ist ein Exportvolumen von insgesamt 87 Millionen Franken (2017) betroffen. Erfahren Sie mehr dazu im Video.


Update vom 23. März: Handelskonflikt zwischen den USA und China zeichnet sich ab

Zwischen den USA und China kommt es zu einer Eskalation des Handelskonflikts. Während die USA Massnahmen gegen chinesische Stahl- und Hightech-Importe angekündigt haben, hat China Gegenmassnahmen bei Agrarimporten aus den USA in Aussicht gestellt. Es dürften chinesische Exporte in der Höhe von 60 Milliarden US-Dollar betroffen sein.


Update vom 22. März: EU vorläufig von den Strafzöllen ausgenommen

US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer hat heute bekanntgegeben, dass die EU von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorläufig ausgenommen wird. Die Einigung zwischen den USA und der EU begann sich gestern im Verlaufe der intensiven Verhandlungen abzuzeichnen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch Schweizer Exporte von den Strafzöllen ausgenommen werden.


Update vom 21. März: US-Behörden publizieren Verfahren zur Beantragung von Ausnahmen

Die US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte wirken sich möglicherweise auch auf Schweizer Unternehmen aus. Dabei geht es um vergleichsweise kleinere Mengen an Spezialprodukten. Betroffene Firmen können jedoch Ausnahmen beantragen. Das Verfahren für die Beantragung wurde diese Woche von den US-Behörden vorgestellt:

Mitteilung des U.S. Department of Commerce zu Stahl

Mitteilung des U.S. Department of Commerce zu Aluminium

Weitere Informationen vom SECO


Update vom 9. März: US-Präsident hat Erlass zur Einführung von Strafzöllen unterschrieben

Nun ist es klar, US-Päsident Donald Trump hat gestern den Erlass zur Einführung von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium unterschrieben. Ab dem 23. März erheben die USA auf Stahl 25 Prozent, auf Aluminium 10 Prozent Importzölle. Was das für die Schweizer Exportwirtschaft bedeutet, erfahren Sie in diesem Artikel.


Kontaktpersonen:

Martin Naville, Swiss Amcham

Nicolas Stephan, Swissmem