Die Reformdynamik im Steuerbereich ist international seit Jahren hoch. Vor allem kleinere Volkswirtschaften nutzen regulative Freiräume, um ihre Steuersysteme im Hinblick auf den Standortwettbewerb so attraktiv wie möglich zu gestalten. In der Schweiz sind vergleichbare Reformen nur langsam und zaghaft erfolgt. Um mit den Besten mithalten zu können, sind ein wettbewerbsfähiges Steuersystem und, als Voraussetzung, eine nachhaltige und effiziente Finanzpolitik unerlässlich.
Im Steuerbereich setzt sich economiesuisse für einen rasche Umsetzung der Unternehmenssteuerreform II ein. Die Steuerattraktivität des Werk- und Dienstleistungsplatzes Schweiz ist darüber hinaus durch weitere Massnahmen hochzuhalten und laufend gezielt zu verbessern. Bei der Ehepaar- und Familienbesteuerung wird mit den vom Parlament gutgeheissenen Sofortmassnahmen die steuerliche Diskriminierung der Ehepaare per 2008 deutlich gemildert. Der in der Vernehmlassung stehende Modellentscheid sollte eine grundlegende Lösung bringen, welche wirtschafts- und gesellschaftspolitisch tragfähig ist. Nach den langjährigen Diskussionen um den neuen Lohnausweis gilt es, eine möglichst reibungslose Einführung sicherzustellen und die offene Frage der Aus- und Weiterbildungskosten auf Kantonsstufe einheitlich grosszügig zu regeln. Bei der MWST schliesslich unterstützt die Wirtschaft eine Totalrevision, welche die spürbare Vereinfachung dieser schwierigsten und für die Wirtschaft sehr aufwendigen und kostspieligen Steuer zum Ziel hat.