Wir leben länger, deshalb
Rentendebakel verhindern!
Am 7. März stimmen wir nicht bloss über die Anpassung des BVG-Mindestumwandlungssatzes ab, sondern über die Zukunft der 2. Säule. Während es sich auf den ersten Blick um eine technische Angelegenheit handelt, geht es bei näherer Betrachtung um die Sicherung unserer bewährten Altersvorsorge. Denn während sich die AHV bereits in der Demografiefalle befindet, droht der beruflichen Vorsorge ein identisches Szenario. Weil wir im Schnitt länger leben dürfen, müssen wir auch in der 2. Säule mit dem gleichen Stand an angespartem Geld aus der Erwerbszeit ab der Pensionierung länger auskommen.
Das bereits entstandene jährliche Rentenloch von 600 Millionen Franken und die damit verbundene unerwünschte Umverteilung von den Erwerbstätigen zu den Rentnern zwingen uns zum Handeln. Sonst kommt es zu einem echten Rentendebakel. Die Gewerkschaften sprechen von „Rentenklau“ und verschliessen die Augen vor der Realität: Die jährlichen (Renten-)Tranchen werden zwar etwas kleiner, dafür dauern sie aber länger. Die Summe bleibt insgesamt gleich und es wird niemanden etwas geklaut! Das absichtlich irreführende Kalkül der Gewerkschaften zeugt von einer bedenklichen Verantwortungslosigkeit.
Niemand kann leugnen, dass die Lebenserwartung kontinuierlich ansteigt, die Renditeerwartungen aber in den letzten Jahren nicht erfüllt wurden. Die Strategie der Gewerkschaften kann vor diesem Hintergrund nur bedeuten, dass sie auf eine Abschaffung der 2. Säule abzielen. Das dürfen wir nicht zulassen, denn unser 3-Säulen-System verleiht der Altersvorsorge die Stabilität, um die wir so oft beneidet werden. Gehen wir also nicht leichtsinnig um mit dieser wichtigen sozialen Errungenschaft und stimmen am 7. März JA zum fairen Umwandlungssatz.