Am 1. und 2. März tagt in Brüssel der Rat der Minister für Wettbewerbsfähigkeit, der für die Bereiche Binnenmarkt, Industrie und Forschung zuständig ist. Der Rat diskutiert unter anderem über die Notwendigkeit einer europäischen Industriepolitik.
Das Manifest der ACEI wurde am 26. Februar veröffentlicht und gleichzeitig an den Rat für Wettbewerbsfähigkeit gesandt. Die ACEI, welche neben BUSINESSEUROPE elf grosse europäische Industrieverbände umfasst, unterstreicht, dass Europa eine innovative und wettbewerbsfähige industrielle Basis braucht, wenn es die zukünftigen sozialen und umweltbezogenen Herausforderungen meistern will.
Die ACEI sieht sechs Prioritäten:
- Partnerschaft: Politische Institutionen und die Privatwirtschaft müssen besser zusammenarbeiten, um eine zukunftsfähige industrielle Basis zu schaffen.
- Wachstum: Von der Finanzmarktregulierung über eine engere Koordinierung der Wirtschaftspolitik und gute Gesetzgebung bis zu gezielten Investitionen in Infrastruktur müssen alle wachstumsfördernden Massnahmen ergriffen werden.
- Balance: Mit 80 Prozent aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben und 75 Prozent aller Exporte ist die produzierende Industrie für die europäische Wirtschaft überaus wichtig. Massnahmen zum Klimaschutz und zum Energiesparen müssen darum mit der Wettbewerbsfähigkeit vereinbar sein.
- Innovation: Europa braucht eine umfassende Forschungs- und Entwicklungsstrategie.
- Märkte: Offene Märkte und Zugang zu Rohstoffen müssen sichergestellt werden.
- Kompetenzen: Eine EU-Strategie soll der Sicherstellung und Förderung der Kompetenzen der Arbeitnehmer dienen.
Weitere Informationen:
francois.baur@economiesuisse.ch