eHealth, also die elektronische Vernetzung im Gesundheitswesen, konnte sich in der Schweiz noch nicht wie gewünscht entfalten. Obwohl alle Experten der Meinung sind, mit eHealth könne man die Qualität im Gesundheitswesen steigern und sogar Kosten einsparen, herrscht bei den potenziellen Anwendern noch Unbehagen. Vor allem bei den Ärzten fehlt das Vertrauen in die anderen Akteure. Dies zeigt eine Umfrage bei 3000 Ärzten. Schon die Rücklaufquote von 17 Prozent illustriert das eingeschränkte Interesse der Ärzte am Thema eHealth. Im Barometer wurden neben den Ärzten auch gut 300 IT-Verantwortliche in Spitälern befragt. Sie beurteilen die heutigen rechtlichen Grundlagen als ungenügend.
Als Fazit wird in der Studie eine Bildungsoffensive im Bereich eHealth gefordert, um die Vorbehalte gegenüber elektronischen Anwendungen im Gesundheitswesen zu beseitigen. Schliesslich benötige eHealth ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Prioritäten, damit die Akteure am gleichen Strick ziehen können. Um eHealth vom rein betriebswirtschaftlichen Instrument auf eine volkswirtschaftliche Ebene zu heben, wird in der Studie eine Anstossfinanzierung der öffentlichen Hand gefordert. Die Mittel sollen koordiniert in gemeinsame Projekte fliessen, damit die Kooperation der Beteiligten gestärkt werden kann.
economiesuisse unterstützt die Förderung von eHealth-Instrumenten, damit Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen verbessert werden können. Reformvorschläge für das Gesundheitswesen in Richtung integrierter Versorgung und Leistungswettbewerb sind jedoch für die Etablierung einer elektronischen Vernetzung der Akteure wichtiger als staatliche Zielvorgaben und Anstossfinanzierungen.
Weitere Informationen:
eHealth-Barometer
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