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Erster Swiss eHealth Barometer erschienen 
 
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11.03.2010 16:43 – Gesundheitspolitik
 
Un­ter dem Pa­tro­nat der FMH, dem Koordi­nati­ons­or­gan eHealth Bund-Kantone, der IG eHealth sowie der Gesundheits­departe­mente von Luzern und St. Gal­len wurde am Donners­tag der erste Swiss eHealth Barome­ter in Bern präsentiert. Das Fazit ist ernüchternd: Ein­zelne Anwendun­gen konn­ten sich in der Schweiz eta­blie­ren, ei­ne systemati­sche Nutzung von eHealth-In­strumen­ten fehlt in der Schweiz jedoch gänzlich.
 
eHealth, also die elek­troni­sche Vernetzung im Gesundheits­wesen, konnte sich in der Schweiz noch nicht wie gewüns­cht ent­fal­ten. Obwohl alle Exper­ten der Mei­nung sind, mit eHealth könne man die Qualität im Gesundheits­wesen stei­gern und sogar Kos­ten einspa­ren, herrscht bei den poten­zi­el­len Anwendern noch Unbeha­gen. Vor al­lem bei den Ärz­ten fehlt das Vertrau­en in die an­de­ren Akteu­re. Dies zeigt ei­ne Umfra­ge bei 3000 Ärz­ten. Schon die Rücklaufquote von 17 Prozent illus­triert das ein­ge­schränkte In­ter­esse der Ärz­te am The­ma eHealth. Im Barome­ter wur­den ne­ben den Ärz­ten auch gut 300 IT-Ver­antwortli­che in Spitälern be­fragt. Sie be­ur­teilen die heutigen rechtli­chen Grundla­gen als un­genügend.

Als Fazit wird in der Studie ei­ne Bildungs­offensive im Be­reich eHealth gefordert, um die Vorbe­halte gegenüber elek­troni­schen Anwendun­gen im Gesundheits­wesen zu be­seitigen. Schliess­lich benötige eHealth ein gemeinsames Verständnis von Zie­len und Prioritä­ten, damit die Akteu­re am glei­chen Strick zie­hen können. Um eHealth vom rein betriebs­wirt­schaftli­chen In­strument auf ei­ne volks­wirt­schaftli­che Ebe­ne zu he­ben, wird in der Studie ei­ne An­stoss­fi­nan­zierung der öff­entli­chen Hand gefordert. Die Mit­tel sol­len koordi­niert in gemeinsame Pro­jekte flies­sen, damit die Koope­rati­on der Be­teilig­ten gestärkt werden kann.

economie­suisse un­ter­stützt die Förde­rung von eHealth-In­strumen­ten, damit Qualität und Trans­pa­renz im Gesund­heits­wesen ver­bes­sert wer­den können. Re­formvorschläge für das Gesund­heits­wesen in Rich­tung inte­grier­ter Versorgung und Leis­tungs­wettbewerb sind jedoch für die Eta­blierung ei­ner elek­troni­schen Vernetzung der Akteu­re wichti­ger als staatli­che Zielvor­ga­ben und An­stossfi­nanzierun­gen.

Weitere Informationen:
eHealth-Barometer

Rückfragen:
fridolin.marty@economiesuisse.ch