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Schwarzes Jahr 2009 für die Exportwirtschaft 
 
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04.02.2010 14:38 – Konjunktur, WTO
 
Gemäss der heu­te veröff­entlich­ten Aus­senhandels­statistik bra­chen die Schwei­zer Expor­te im Jahr 2009 um nomi­nal 12,6 Pro­zent ein. Die Impor­te sanken letztes Jahr sogar noch stärker. Ein Licht­blick bilde­te der Dezember: Erstmals seit 14 Mo­na­ten stiegen die Aus­fuh­ren wieder an. Um optimale Rah­menbedingun­gen für den Auf­schwung zu schaffen, gilt es für die Schwei­zer Aus­senpolitik, die aus­sen­wirt­schaftli­chen In­ter­es­sen stärker zu berücksichtigen.
 
In der Aus­senhandels­statistik der Eidgenössischen Zollverwal­tung für das Jahr 2009 widerspiegelt sich die welt­weite Wirt­schafts­krise. Der Handel mit den wichtigs­ten Wirt­schafts­partnern in Eu­ropa, Amerika und Asi­en ging letztes Jahr deutlich zurück. Die Expor­te sanken insge­s­amt um 12,6 Pro­zent (re­al: -14,7 Pro­zent), die Impor­te um 14,3 Pro­zent (re­al: -9,5 Pro­zent). Der Schwei­zer Aus­senhandel rutsch­te auf das Niveau des Jah­res 2006 zurück. Drei Jah­re Exportwachs­tum gin­gen verloren. Mit Aus­nah­me ge­wis­ser Spar­ten der Nahrungs- und Ge­nussmit­tel­indus­trie sowie der phar­mazeuti­schen Indus­trie wa­ren alle Bran­chen vom Negativwachs­tum betroffen. Im Ge­gen­satz zu den ers­ten drei Quar­ta­len hat sich die negative Ent­wicklung des Aus­senhandels im vier­ten Quar­tal und insbesonde­re im Dezember 2009 abge­schwächt. Ent­schei­dend für die nahe Zukunft ist, dass sich die ers­ten positiven Konjunktur­entwicklun­gen in den wichtigs­ten Ab­satz­märk­ten der Schweiz als nach­haltig erweisen.

Die Wirt­schafts­krise wird ers­tens zu ei­ner Ver­schiebung der welt­wirt­schaftli­chen Kräfte­ver­hältnis­se in Rich­tung Schwel­len­län­der füh­ren. Der in­ternatio­nale Stand­ortwettbewerb wird sich zweitens wei­ter ver­schärfen. Drittens befindet sich in vie­len Staa­ten ei­ne pro­tektionisti­sche Indus­triepolitik im Auf­schwung. Die Verfolgung und Verteidigung aus­sen­wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen muss künftig das zen­trale Element der Schwei­zer Aus­senpolitik sein. Nur ei­ne kon­sequente Marktöff­nung ist zielfüh­r­end. Dies gilt sowohl für den Zugang zu un­se­rem Binnen­markt als auch für den Zugang un­se­rer Exporteu­re und Inves­to­ren im Aus­land. Ne­ben dem En­gagement im Rah­men der WTO sind umfassen­de Freihandelsabkommen mit wichtigen Partnern wie China, Indi­en oder Russ­land anzu­stre­ben. In diesem Zu­sammenhang ist die heu­te veröff­entlich­te Zoll­statistik auf­schluss­reich: Ka­na­da und Japan, seit letz­tem Jahr die jüngs­ten Freihandels­partner der Schweiz, weisen im Jahr 2009 als einzige bei­den Ab­satz­märkte ei­ne positive Ent­wicklung der Schwei­zer Expor­te auf.

Mehr Informationen:
Medienmitteilung der Zollverwaltung „Aussenhandel 2009“

Rückfragen:
peter.flueckiger@economiesuisse.ch