Sofort nach dem Abstimmungssonntag haben sich die direktbetroffenen Branchen des Baus und der Hotellerie sowie die Handelskammern der entsprechenden Kantone zu einer wirtschaftsinternen Arbeitsgruppe zusammengeschlossen und die offenen Fragen erörtert. Aus Sicht der Wirtschaft ist in einem ersten Schritt wichtig, dass Zweitwohnungen bis Ende 2012 nach bisherigem Recht bewilligt werden können. Damit kann ein «rechtliches Vakuum» vermieden werden. Im zweiten Schritt gilt es, den Begriff Zweitwohnung klar zu definieren und die konkrete Umsetzung vorzunehmen. Die Wirtschaft will konstruktiv im Interesse einer praxistauglichen und unbürokratischen Lösung mit den Behörden zusammenarbeiten.
Offenbar will aber das UVEK die direktbetroffene Wirtschaft gar nicht bei der Lösungserarbeitung mitwirken lassen. Einbezogen sind lediglich Staatsvertreter und Initianten. Das ist kein gutes Omen. Die Wirtschaft erwartet, dass sie bei diesen anlaufenden Arbeiten des Bundes direkt und besser einbezogen wird. Es kann nicht angehen, dass die relevanten Wirtschaftskreise aussen vor bleiben.