„Swissness“ schützen, aber ohne ProtektionismusDer gute Ruf der Marke „Swiss made“ zahlt sich für die Schweizer Unternehmen aus. Gemäss Studien beträgt der „Swissness“-Mehrwert bis zu 20 Prozent des Verkaufspreises. Das zieht aber auch Trittbrettfahrer an. Gegen Produzenten, die ihr Gut zu einem grossen Teil im Ausland herstellen lassen und es trotzdem unter dem Label „Swiss made“ verkaufen, wurde lange Zeit nicht angemessen vorgegangen. Solche Missbräuche sollen nicht mehr länger hingenommen werden. Der Bundesrat hat entsprechend eine „Swissness“-Vorlage ausgearbeitet, mit der der Schutz der Marke Schweiz verbessert und die missbräuchliche Verwendung der Marke Schweiz bekämpft werden kann. Dieses Unterfangen erweist sich allerdings als nicht einfach. Wird nämlich das Schutzniveau zu hoch angesetzt, besteht die Gefahr, dass selbst vollständig in der Schweiz produzierte Schweizer Traditionsprodukte nicht mehr mit dem Label „Swiss made“ beschriftet werden können. Zudem können so neue Handelsbarrieren entstehen, was im Widerspruch zur Offenheit der Schweiz steht. Es ist somit Aufgabe der Politik, ein branchengerechtes und praxistaugliches „Swissness“-Gesetz zu schaffen, damit die Marke Schweiz und der Werkplatz Schweiz nachhaltig gestärkt werden.
Mehr Informationen:Swiss Made Sonderbund
Rückfragen:caroline.debuman@economiesuisse.ch