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07.09.2012
Ethos spricht sich gegen die Initiative Minder aus
«Der parla­men­tari­sche Gegenvorschlag ist der Königsweg für mehr Aktionärsdemokra­tie.» Mit die­ser Be­gründung hat sich Ethos am Frei­t­ag anlässlich ei­ner Pressekon­ferenz gegen die Abzocker-In­itiative von Thomas Min­der und für den indirek­ten Gegenvorschlag des Parla­ments aus­ge­spro­chen. Die Vorla­ge kommt am 3. März 2013 zur Volksab­stimmung. Wenn die Stimmbe­rechtig­ten die In­itiative Min­der ab­lehnen, tritt der Gegenvorschlag nach Ab­lauf der Referend­ums­frist in Kraft. Auch die Wirt­schaftsver­bän­de stehen hin­ter dem Gegenvorschlag und set­zen sich für ein Nein zur schädli­chen In­itiative ein.

Ethos, die Stif­tung für nach­haltiges Investment und ein aktives Aktio­n­ari­at, spricht sich gegen die In­itiative «gegen die Abzockerei» aus. Ihre Grün­de gegen das Volks­anliegen von Thomas Min­der ha­ben Ethos-Vertre­ter am Frei­t­ag präsentiert. Der Gegenvorschlag gebe den Aktionären in ent­schei­den­den Punk­ten mehr Rech­te als die In­itiative. Als Bei­spiel wurde das im Gegenvorschlag vor­gese­hene Vergü­tungs­reglement ge­nannt, über das die Ge­ne­ralver­sammlung ab­stimmen kann. Zudem verlange nur der Gegenvorschlag die Offenlegung des Pro­tokolls der Ge­ne­ralver­sammlung, und nur er se­he vor, dass sich der un­abhängige Stimmrechtsvertre­ter bei fehlen­den Stimmanweisun­gen der Stimme ent­hal­ten muss.

Der Gegenvorschlag garantie­re ei­ne effiziente Aktionärskontrolle und ei­ne aus­gewogene Führungs­struktur. In ei­ner Studie hat Ethos die Vergü­tun­gen der Führungs­in­stan­zen der hundert gröss­ten in der Schweiz kotier­ten Un­ternehmen un­tersucht. Das Resul­tat macht deutlich: Die be­stehen­den «Say-on-Pay»-Regeln zei­gen Wirkung. Die Ge­samtvergü­tun­gen für Verwal­tungs­rat und Ge­schäftslei­tung sanken im Fi­nanzsek­tor im Jahr 2011 um 23 Pro­zent, wäh­rend die­se in an­de­ren Sek­to­ren mit fünf Pro­zentpunk­ten nur we­nig ge­stiegen sind. Im Schnitt sanken die Vergü­tun­gen der Verwal­tungs­rats­präsiden­ten gegenüber 2010 um 17 Pro­zent, CE­Os ver­dien­ten durch­schnittlich sechs Pro­zent we­ni­ger.

Staatli­ches Korsett schränkt Un­ternehmen ein und gefährdet Stand­ort Schweiz
Die Stif­tung kämpft zu­sammen mit der Wirt­schaft gegen die Min­der-In­itiative. Die­se schadet der Schweiz, weil sie die un­ternehmeri­sche Freiheit zu sehr ein­schränkt. Das Erfolgsmodell Schweiz mit dem Zu­sammen­spiel von klei­nen und gros­sen Un­ternehmen wird gefährdet und Arbeits­plät­ze wer­den leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Durch die 24 Verfassungs­be­stimmun­gen wer­den aber auch die Aktionäre bevormundet. Thomas Min­der will de­ren Rech­te aus­bauen, zwingt sie aber zu zahlrei­chen Ab­stimmun­gen und nimmt ihnen damit die Freiheit, wie sie als Ei­gentü­mer ihr Un­ternehmen or­ganisie­ren wol­len.

Viel bes­ser als die In­itiative ist der vom Parla­ment ver­ab­schiede­te indirekte Gegenvorschlag. Die­ser berücksichtigt die tragba­ren Anliegen der In­itiative, ohne die Un­ternehmen zu stark einzuschränk­en. Im Natio­nal- und Ständerat wurde die Geset­zeslösung von al­len Partei­en und mit nur ei­ner einzigen Ge­gen­stimme (je­ner von Thomas Min­der) befürwortet. Nach Ab­leh­nung der Volks­in­itiative und Ab­lauf der Referend­ums­frist tritt sie umgehend in Kraft.

Medienmitteilung und Flyer von Ethos
Rückfragen zum Artikel
Roberto Colonnello
Stv. Leiter Kommunikation
roberto.colonnello@economiesuisse.ch
Carola Etter-Gick
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kommunikation
carola.etter-gick@economiesuisse.ch
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