Unternehmenssteuerreform III

Die Schweiz ist ein weltweit führender Unternehmensstandort. Die Unternehmenssteuerreform III will diese führende Rolle durch eine gezielte Weiterentwicklung der steuerlichen Rahmenbedingungen für die Zukunft sichern. Mit dem Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unseres Standorts sind Zehntausende Arbeitsplätze und mehrere Milliarden Franken an Steuereinnahmen verbunden. Für die Wirtschaft ist es von vitaler Bedeutung, dass die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt und die Rechts- und Planungssicherheit wiederhergestellt wird. Die Schweiz verfügt über die Voraussetzungen, das bewährte Erfolgsmodell weiterzuführen, aber sie muss die Chance packen.

Unsere Position

  • Bundesrat, Parlament und Kantone haben einen ausgewogenen und fairen Kompromiss gefunden. 
  • Die Steuerreform stärkt den Standort Schweiz und die Kantone. Das sichert Arbeitsplätze, Lehrstellen und Steuereinnahmen für alle.
  • Die USR III schafft keine neuen Privilegien, sondern verhindert eine massive steuerliche Verschlechterung mit gravierenden volkswirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen für die Schweiz.

UN­SER ZIEL: EIN AT­TRAK­TI­VES STEUERSYS­TEM ER­HAL­TEN UND AUS­BAU­EN

Die Reform verfolgt drei Ziele:

  • Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts stärken,
  • die internationale Akzeptanz des Fiskalsystems sicherstellen,
  • das Niveau der Einnahmen aus Unternehmenssteuern erhalten.

Die Schweizer Unternehmensbesteuerung ist heute attraktiv und für den Staat ergiebig. Internationale Entwicklungen erfordern jedoch Anpassungen. Diese vorzunehmen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Schweizer Unternehmensbesteuerung attraktiv und ergiebig bleibt, ist das Ziel der Unternehmenssteuerreform III (USR III).

Die Reform stellt den Kantonen einen Werkzeugkasten zur Verfügung. Die Kantone können die heutigen Sonderregeln durch neue, international unbestrittene Instrumente ersetzen. So ist die Förderung von Forschung & Entwicklung (F&E) im Ausland weit verbreitet. Damit können die Kantone gezielt in Bereichen mit hoher Wertschöpfung attraktiv zu bleiben. Ergänzend oder alternativ können die Kantone ihre Gewinnsteuersätze auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau senken. Der Bund unterstützt sie dabei finanziell. Welche Strategie sinnvoll ist, bestimmt jeder Kanton gemäss der eigenen Ausgangslage.

Mit dem Massnahmenpaket USR III lassen sich die drei Zielvorgaben bestmöglich in Einklang bringen. Durch die Abschaffung der international kritisierten Sonderregeln kann die internationale Akzeptanz des schweizerischen Steuersystems wiederhergestellt werden. Neue, international nicht bestrittene Sonderregeln für mobile Erträge sowie Gewinnsteuersatzsenkungen in den Kantonen stellen die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit sicher. Damit lassen sich gravierende Mindereinnahmen vermeiden und es wird sichergestellt, dass die Unternehmen auch in Zukunft einen substanziellen Beitrag an die Finanzierung der Staatsaufgaben leisten. Finanzpolitische Ausgleichsmassnahmen garantieren zudem die Ausgewogenheit der finanziellen Belastung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden.
 

Dreieck

 

UN­SE­RE PO­SI­TI­ON IM DE­TAIL

  • Bundesrat, Parlament und Kantone haben einen ausgewogenen und fairen Kompromiss gefunden. Die Steuerreform stärkt den Standort Schweiz und die Kantone. Das sichert Arbeitsplätze, Lehrstellen und Steuereinnahmen für alle.
  • In Zukunft ist es nicht mehr möglich, ausländische Gewinne tiefer zu versteuern als inländische. Handelt die Schweiz jetzt nicht, ist der Standort steuerlich nicht mehr attraktiv.
  • Patentbox, F&E-Inputförderung und zinsbereinigte Gewinnsteuer ersetzen bisherige Sonderregeln und erlauben es den Kantonen, gezielt in Bereichen mit hoher Wertschöpfung attraktiv zu bleiben.
  • Der Bund profitiert stark von einem steuerlich attraktiven Unternehmensstandort. Darum ist es sachgerecht, dass er einen finanziellen Beitrag an die Reform leistet.
  • Die Gegner haben keine Alternative. Scheitert die Reform, stehen die Kantone ohne steuerpolitische Instrumente und ohne finanzielle Unterstützung durch den Bund da. Die heutigen Sonderregeln müssten aber trotzdem abgeschafft werden. Das führt zu massiven Steuerausfällen und dem Verlust von Arbeitsplätzen.
  • Die USR III schafft keine neuen Privilegien, sondern verhindert eine massive steuerliche Verschlechterung mit gravierenden volkswirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen für die Schweiz.